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Ansicht des Zechenareals in Dinslaken-Lohberg

Wir im Quartier

Der Bergbau ist hier nicht vergessen

Wir haben Horst Will und Hermann Dolar auf einem Spaziergang durch das Dinslakener VIVAWEST-Quartier Lohberg begleitet. Beide leben seit Jahrzehnten in der ehemaligen Bergarbeitersiedlung.

Da war überhaupt nichts außer Wiesen. Und dort, wo jetzt die Häuser stehen, sind wir früher im Winter Schlittschuh gelaufen.“ Wenn Hermann Dolar, 85 Jahre, von früher spricht, reicht das locker sieben Jahrzehnte zurück. Denn er lebt seit 1947 in Lohberg – und hat viel gesehen und erlebt. Darunter auch Blütezeit und Niedergang der nahen Zeche Lohberg, die diese Siedlung begründete.

 

Geschichtsträchtige Siedlung

Alles atmet hier Geschichte und Veränderung. Der Förderturm an der Hünxerstraße steht dafür als unübersehbares Wahrzeichen. „Er erinnert gerade an einen Storch, weil das Förderrad abmontiert ist, aber das wird wieder angebracht“, erklärt Horst Will, der seit 1963 hier ansässig ist. Anders als sein früherer Kollege Hermann Dolar, der aus dem nahen Duisburg-Hamborn stammt, zog der gebürtige Schleswig-Holsteiner vor mehr als 50 Jahren nach Lohberg, weil sie damals im Ruhrgebiet Bergleute suchten. „Ich dachte, ich versuche es mal – und dann bin ich geblieben und habe eine Familie gegründet. Auch weil ich gerne hier wohne, mich mit vielen meiner Nachbarn gut verstehe“, sagt der 81-Jährige.

 

Mehr Wohnkomfort als früher

Will und Dolar arbeiteten viele Jahre auf der Zeche Lohberg. Das schweißt zusammen, bis heute. Beide sind nun schon lange Rentner, wohnen zudem nicht weit voneinander entfernt auf der Haldenstraße in den modernisierten Häusern von VIVAWEST. „Es hat sich viel geändert, der Wohnkomfort ist deutlich größer. Die Bäder wurden erneuert und wir haben nun auch einen Balkon oder eine Terrasse mit kleinem Garten. Das finde ich gut“, lobt Horst Will.

 

Kolonie entstand ab 1907 für Bergleute

Von der Haldenstraße startet der Spaziergang Richtung Hünxerstraße – und zu dem gegenüberliegenden Gelände und den verbliebenen Zechengebäuden, die fast alle unter Denkmalsschutz stehen. 1902 haben die Brüder Josef, August und Fritz Thyssen den Grund und Boden für die Schachtanlange und die Arbeitersiedlung erworben. 1907 wurden die Schächte 1 und 2 abgeteuft. Noch im gleichen Jahr begann auch der Bau der Kolonie, um den Bergleuten und ihren Familien Wohnraum zu bieten. Bis 1923 wurde gebaut.

 

Lebenswert bis heute

Entstanden ist ein Dorf nahe des Bergwerkes mit 918 Wohnhäusern, Schulen, Kindergärten, Kirchen, Poststellen, Geschäften und einem Kasino. Vieles davon gibt es bis heute. 2005 wurde die Zeche Lohberg stillgelegt – ein Umbruch, für alle hier. Heute wird das Zechenareal mit dem Bergpark als Freizeit- und Sportgelände von Jung und Alt genutzt. „Es passiert hier einiges, auch der Bau der Veranstaltungshalle geht bald weiter“, freut sich Hermann Dolar. „Ich wollte hier nie weg und lebe immer noch gerne in Lohberg.“ Als Zeitzeuge bietet er für Interessenten Führungen durch das alte Zechengebäude.

 

Erinnerungen an früher

Der Spaziergang mit den beiden rüstigen Rentnern ist ein einziges „Hier war damals …“ und ein „Erinnerst du dich…“ Sie erinnern sich an alles. Zum Beispiel an das Kasino, in dem früher auch eine Gastwirtschaft war. „Hier standen damals die Frauen der Bergleute und passten genau auf, dass ihre Männer am Lohntag nicht direkt mit dem Geld in der Wirtschaft verschwanden“, berichtet Horst Will. Lange her.

 

Gartenstädtische Gestaltung

In der ruhigen Steigerstraße wird heute noch deutlich, dass die Gestaltung der Häuser und die Struktur der Siedlung von der aus England stammenden Gartenstadtidee geprägt sind. Es gibt unterschiedliche Hausformen, und großzügige grüne Hinterhöfe. Koksstraße, Hauerstraße, Stollenstraße – die Straßennamen verraten, dass das hier einmal Bergbaugebiet war. In der Stollenstraße steht das ehemalige Ledigenheim für alleinstehende Bergleute. Heute sind darin die Vereinsräume der Dinslaken-Lohberger Knappen untergebracht. Ihr Vorsitzender ist Hermann Dolar.

 

Türkische Nachbarn

Auf dem Johannesplatz herrscht ein buntes Treiben. Dort ist zweimal in der Woche Markt. Deutsche und türkische Händler bieten ihre Waren an. Etwa 40 Prozent der Lohberger haben einen türkischen Hintergrund. Daher gibt es im Quartier neben den beiden Kirchen – eine davon ist heute entweiht – auch eine Moschee. „Einige türkische Nachbarn sind ehemalige Kollegen von der Zeche“, erzählen die früheren Bergleute. „Die ersten kamen in den 50er Jahren als Gastarbeiter und fühlen sich hier schon genauso lange wohl wie wir.“

Ansicht des Zechenareals in Dinslaken-Lohberg
Ein Hauseingang eines Mehrfamilienhauses in Dinslaken Lohberg
Zwei Männer in einer Siedlung in Lohberg mit einem Förderturm im Hintergrund
Außenansicht eines Mehrfamilienhauses in Dinslaken-Lohberg
Ansicht des Zechenareals in Dinslaken-Lohberg Ein Hauseingang eines Mehrfamilienhauses in Dinslaken Lohberg Zwei Männer in einer Siedlung in Lohberg mit einem Förderturm im Hintergrund Außenansicht eines Mehrfamilienhauses in Dinslaken-Lohberg

Quartier Lohberg

VIVAWEST bewirtschaftet in Lohberg heute 1.335 Wohneinheiten. Das Quartier unterteilt sich in die Bereiche Lohberg-Nord und Lohberg-Süd. Im Lohberger Norden stehen viele Häuser zum Verkauf. Der Lohberger Süden ist seit Ende der 90er Jahre kontinuierlich modernisiert worden. Die letzten Arbeiten an den Gebäuden wurden Anfang 2017 abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um 152 Wohnungen verteilt auf die Dorotheen-, Halden- sowie Knappenstraße. Die zweigeschossigen Häuser wurden umfassend energetisch saniert. Mietergärten oder neue Balkone und Terrassen bieten den Bewohnern zusätzlichen Komfort.