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Symposium „Glückauf Nachbarn“

RAG-Stiftung, RAG Montan Immobilien und VIVAWEST haben vor mehr als 150 Gästen die Ergebnisse des Projektes „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“ vorgestellt.

Juni 2018

„Glückauf Nachbarn – Impulse für erfolgreiche Integration im Quartier“: Unter diesem Titel fand am Mittwoch, den 20. Juni, auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein ein hochkarätig besetztes Symposium statt. Vor mehr als 150 Teilnehmern aus Politik, Stadtverwaltungen, der Wohnungswirtschaft oder sozialen Einrichtungen wurden die Ergebnisse des Projektes „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“, das Anfang 2016 im Rahmen der Initiative „Glückauf Zukunft!“ entstanden ist, vorgestellt. In Form einer Toolbox liefert das Projekt in sechs Handlungsfeldern und Managementansätzen über 26 Lösungsansätze und 52 Umsetzungsideen, die gleichermaßen Vielfalt, Zusammenhalt und Lebensqualität vor Ort stärken. Das Projekt gibt damit Antworten auf Fragen des Zusammenlebens im Quartier, die sich im Ruhrgebiet ebenso stellen wie in anderen Ballungsräumen und großstädtischen Agglomerationen.

Die Initiatoren RAG-Stiftung, RAG Montan Immobilien und VIVAWEST wollen damit richtungsweisende Impulse für eine gelingende Integration im Quartier setzen. „Auch nach dem Ende des aktiven Bergbaus muss das Ruhrgebiet als attraktive und lebenswerte Region erhalten bleiben und sich weiterentwickeln“, sagte Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung in seiner Eröffnungsrede auf dem Symposium. Als industriell geprägter Ballungsraum steht das Ruhrgebiet vor großen Herausforderungen, die es in der Zukunft zu meistern gilt. Neben wirtschaftlichen Umbrüchen erzeugen gesellschaftliche Entwicklungen, wie demografischer Wandel, wachsende soziale Gegensätze und die Integration von Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Religion oder Kulturen, einen massiven Handlungsdruck. „Mit ,Glückauf Nachbarn´ wollen wir unsere Verantwortung und unseren Gestaltungswillen im Ruhrgebiet unter Beweis stellen und einen konstruktiven Beitrag zu dem Thema Integration leisten, auch vor dem Hintergrund der anstehenden Ruhrkonferenzen“, erklärte Tönjes weiter.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und Schirmherrin des Projekts, betonte: „Das Symposium beschäftigt sich mit dem Zusammenleben von Menschen, Nachbarschaft und damit dem Kern von Heimat. In der Nachbarschaft, im täglichen Umgang wird Heimat sichtbar. Dabei grenzt sie nicht aus, sondern schließt ein. Um dies voranzutreiben und eine nachhaltige Quartiersentwicklung zu schaffen, ist das Symposium ein wichtiger Baustein. RAG-Stiftung, RAG Montan Immobilien und VIVAWEST sind mit diesem Projekt Vorreiter in ihrer Branche und setzen sich besonders für Integration im Quartier ein.“

Das Projekt folgte einem innovativen zweistufigen Prozess: In einer ersten Phase, der „Denkfabrik“, entwickelten sechs Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen Thesen, wie Integration im Quartier gelingen kann. In der darauffolgenden „Werkstattphase“ erarbeiteten vier internationale, interdisziplinär besetzte Planungsteams auf Basis dieser Thesen umfassende Konzepte mit Lösungsansätzen für eine integrationsfördernde Gestaltung von Quartieren. Die Bürger der Quartiere wurden zu verschiedenen Zeitpunkten in den Prozess eingebunden.

„Ich kenne kein Beispiel in der Quartiersentwicklung, das eine derart breite Allianz von interdisziplinärem Expertenwissen in der Denkfabrik mit planerischer Konzeption in der Werkstattphase verbindet. Mit dem Projekt und unserer Erfahrung leisten wir einen Beitrag zur aktiven Quartiersentwicklung und Integration von Menschen“, sagte VIVAWEST-Geschäftsführerin Claudia Goldenbeld.

Das Ergebnis des Projekts, die Toolbox, beinhaltet eine Vielzahl von übertragbaren Lösungsansätzen und wertvollen Umsetzungsideen zur Förderung von Integration im Quartier. Die in dieser Toolbox strukturierten Lösungsansätze reichen von Gemeinschaftswohnhäusern über einen Werkstätten-Yard bis hin zu einem „Fahrrad-Rollator-Superhighway“. Über das Gewinnen „lokaler Helden“ und Kümmerer in den Quartieren sollen Menschen zueinander finden und positive Entwicklungen verstetigt werden.

Die Entwicklung der Lösungsansätze erfolgte an zwei ausgewählten Beispielquartieren: dem VIVAWEST-Bestandsquartier Duisburg Vierlinden und dem Quartier Kamp-Lintfort Friedrich-Heinrich mit der von RAG Montan Immobilien noch zu entwickelnden Fläche des stillgelegten Bergwerks West. Vorgestellt wurde die Toolbox von Dr. Rainer Fuchs, Bereichsleiter Strategie von VIVAWEST, Bernd Lohse, Projektleiter bei RAG Montan Immobilien, sowie Vertretern der Planungsteams. 

„Das Zusammenleben der Menschen sollte in unseren Quartieren stattfinden. Und das sollte auch in einer zunehmend digitalisierten Welt der Fall sein, in der über soziale Medien kommuniziert wird. Insofern verfolgen wir mit diesem Projekt das Ziel, einen konstruktiven Beitrag zur Bewältigung der vielleicht größten gesellschaftlichen Herausforderung, der Integration, zu leisten und dadurch das Ruhrgebiet als lebenswerte Region in der Zukunft zu erhalten“, machte Dr. Rainer Fuchs zu Beginn seiner Ausführungen deutlich. „Die Lösungsansätze und Umsetzungsideen sind von uns auf Übertragbarkeit auf andere Quartiere überprüft worden und lassen sich in Abhängigkeit der Bedarfe eines Quartiers kombinieren und zu einem spezifischen ganzheitlichen Konzept zusammenfügen“, so Dr. Fuchs.

In einer Podiumsdiskussion unter Moderation der SWR-Journalistin Birgit Klaus mit Claudia Goldenbeld, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, Markus Masuth, dem Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler sowie Uli Hellweg, Leiter des Planungs- und Consultingbüros Hellweg Urban Consept, nannte die VIVAWEST-Geschäftsführerin  die Ergebnisse „sehr bedeutsam für VIVAWEST“. Als größter ganzheitlicher Quartiersentwickler betrachtet VIVAWEST ihre rund 600 Quartiere „nicht nur als Ansiedlung von Beständen, sondern als tagtäglichen und realen Mikrokosmos der Bewohner. Das Quartier ist Heimat und Lebensmittelpunkt unserer Kunden, unabhängig von der kulturellen und sozialen Herkunft“.  Jedes Quartier steht jedoch vor individuellen Herausforderungen. „Der zunehmende Integrationsbedarf ist die Konstante. Idealerweise finden wir mit Hilfe der Toolbox die Antwort auf die Frage, mit welchen Veränderungen wir das Zusammenleben der Bewohner auf Dauer verbessern.“ Das Projekt soll auch „eine Debatte darüber anstoßen, wie man Quartiere neu und integriert denken kann – nicht nur was das Bauen, sondern auch was das Quartiersmanagement und das Miteinander von Menschen angeht“, so Markus Masuth.

Claudia Goldenbeld dankte den VIVAWEST-Projektbeteiligten Dr. Rainer Fuchs, Bernd-Michael Link, Tilo Butermann sowie Thomas Wels für die intensive und sehr sachkundige Begleitung des Projektes. 

Link zum Erklärfilm