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Ein altes Fahrrad wurde umdekoriert und steht nun draußen mit Blumen geschmückt

Wir im Quartier

Unterwegs am Glückauf-Platz

Spaziergang mit VIVAWEST-Mietern durch die historische Zechenkolonie in Ahlen-Südost. Mit dabei: Bürgermeister Dr. Alexander Berger, der hier zur Schule ging und mit dem Quartier viele Kindheitserinnerungen verbindet.

Spaziergang mit Mietern durch die historische Zechenkolonie Süd-Ost in Ahlen. Mit dabei: Bürgermeister Dr. Alexander Berger, der hier zur Schule ging und mit dem Quartier viele Kindheitserinnerungen verbindet.

An diesem Mittag taucht die Sonne den Glückauf-Platz in schönstes Licht. Kleine, vereinzelt in den Boden eingelassene Pflastersteine fallen jetzt besonders auf. Es ist ein bisschen wie ein Türkisch-Kurs für Vorbeigehende. Es fallen Begriffe aus dem Bergbau: „Arkadas“ heißt Kollege, „Paydos“ bedeutet Feierabend. „Das war schon immer ein Ort der deutsch-türkischen Begegnung“, sagt Erdogan Tütüncoglo. Der 50-Jährige VIVAWEST-Mieter ist in der Zechenkolonie in Ahlen-Südost geboren und groß geworden. Einen anderen Ort zum Leben kann er sich nicht vorstellen.

Der Glückauf-Platz ist schon immer das „Herz des Quartiers“ gewesen. Hier hat das Stadtteilbüro seinen Sitz. Auffällig sind ein gutes Dutzend überdimensional großer Stühle in Blau und Rot, gestaltet von einem Künstlerehepaar aus der Nachbarstadt Lünen. Sie verstärken die Wirkung dieses Platzes als Ort zum Verweilen und Plaudern. „Früher war hier richtig viel los“, erinnert sich Mieter Lothar Rolf (70), ein ehemaliger Bergmann.

Kohlenförderung ab 1909

Auch Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger hat Kindheitserinnerungen an die Kolonie und ihren Hauptplatz. Er ging in die benachbarte Schule. „In der Pause wollten wir immer hinüberlaufen, vor allem an Markttagen. Aber dann gab es Ärger mit den Lehrern“, erinnert sich Berger.

1909 begann die Kohlenförderung auf der Zeche „Gewerkschaft Westfalen“. Drei Jahre später wurden die ersten Häuser gebaut für die Kumpel vom „Bauverein Glückauf“. In mehreren Schritten entstand eine Kolonie rund um den Glückauf-Platz. Die VIVAWEST-Siedlung hat heute 600 Wohnungen, die meisten stehen unter Denkmalschutz. Es sind meist Ein- und Zweifamilienhäuser: mit einem kleinen Vorgarten zur Straße und großen Gärten auf der Rückseite. „Die waren früher über einen öffentlichen Weg alle miteinander verbunden“, erinnert sich Lothar Rolf. Das sei gut gewesen für das Gemeinschaftsgefühl, meint er.

Die Geschichte der Zeche und ihrer Siedlung wird in einem Gebäude besonders lebendig. In ehemaligen Büros der Bundesknappschaft hat der „Verein zur Bewahrung der Bilddokumentation der Zeche Westfalen e.V.“ ein kleines Museum eingerichtet. Das Gebäude wird unter anderem aus Mitteln der Vivawest Stiftung finanziert.

Aus den Lautsprechern dröhnen Originalgeräusche von unter Tage; an den Wänden hängen Bergbau-Devotionalien und viele Fotos. Fotos, die Jupp Hesse, ehemaliger Bergmann und Koloniebewohner, geknipst und gesammelt hat: 20.000 Stück, eine einzigartige Sammlung.

Bergbau „Teil der DNA“

Das Museum soll ab Sommer 2017 geöffnet sein. Es richtet sich an Schulkinder, Vereine und Betriebsausflügler. Viele VIVAWEST-Mieter unterstützen den Verein. Bürgermeister Berger ist begeistert. Der Bergbau sei „ein wichtiger Teil unserer DNA in Ahlen“ sagt er nach einem Rundgang mit den Mietern durch das fast fertige Museum. „Nur wenn wir wissen, wo wir herkommen, können wir auch sagen, wo es hingehen soll.“

In diesem Zusammenhang lobt er das Engagement von VIVAWEST als Vermieter. „Man spürt, dass Sie die Sprache Ihrer Mieter sprechen und verstehen.“

Eine Siedlung im Wandel

Mit Ende der Kohleförderung im Jahr 2000 änderte sich manches. Die Struktur der Mieterschaft, zum Beispiel. Junge Familien zogen in die schmucken Mieter-Häuschen. „Nur noch 60 bis 70 Prozent der Nachbarn haben wie wir eine Verbindung zum Bergbau“, vermuten Rolf und Tütüncoglo. Sie treffen Nachbar Reiner Müller am Eckelshof, eine der Hauptstraßen im Quartier, an deren Ende ein kleiner Kreisverkehr ist – innen begrünt, außen umrahmt von liebevoll herausgeputzten Vorgärten. Einer davon erzielte den Hauptpreis beim „Vorgarten-Wettbewerb“, den die Mieter-Interessengemeinschaft (MIG) seit Jahren veranstaltet. „Damit wollen wir die Siedlung noch schöner machen“, sagt Lothar Rolf. „Es gibt immer etwas zu verbessern“, ergänzt Reiner Müller.

Der Eckelshof war auch der Teil der Kolonie Südost, der 2001 von einem Hochwasser am stärksten betroffen war. Wer genau hinschaut, kann an den Fassaden erkennen, wie hoch hier das Wasser damals stand. Diese Katastrophe und Missverständnisse rund um Heizkostenabrechnungen früherer Vermieter gaben den Ausschlag, damals die MIG zu bilden. „Wir hatten in besten Zeiten 450 Mitglieder“, sagt Mieter Rolf. Heute sind es weniger, auch deshalb, weil es spätestens seit der Übernahme des Quartiers durch VIVAWEST kaum Probleme gibt. „Wir haben noch nie so einen guten Vermieter gehabt“, sagt Lothar Rolf. Und seine Nachbarn stimmen nickend zu.

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Vorschläge

  • per Mail: beiuns(at)vivawest, oder
  • postalisch an: Vivawest Wohnen GmbH, Leserservice, Nordsternplatz 1, 45899 Gelsenkirchen

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