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Wir im Quartier

VIVAWEST erhält Auszeichnung für die Dortmunder Woldenmey-Siedlung

Mit der Auszeichnung der VIVAWEST-Siedlung Woldenmey als eines der „Big Beautiful Buldings“ im Rahmen der gemeinsamen Kampagne von StadtBauKultur NRW sowie der TU Dortmund rückt das bauliche Erbe der 1950er bis 1970er Jahre in ein neues Licht

Juli 2018

Die großen Anstrengungen zur Bewältigung der Wohnungsfrage in der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit bis zum Anfang der 1970er Jahre spiegeln sich eindrucksvoll in den Zahlen wieder: Alleine in Westdeutschland entstanden bis dahin rund 570.000 Wohnungen pro Jahr. So viel wie damals wurde zu keiner Zeit, weder davor noch danach gebaut.

“Das VIVAWEST-Quartier Woldenmey im nordöstlichen Dortmunder Stadtteil Derne entstand Ende der 1960er Jahre als eine zeitgenössisch typische Großwohnsiedlung auf der grünen Wiese. Dabei galt sie in ihrer Entstehungszeit als Musterbeispiel städtebaulicher Planung“, erläutert Tim Rieniets, Geschäftsführer von StadtBauKultur NRW, bei der Übergabe der Auszeichnung an VIVAWEST-Kundencenterleiter Carsten Gröning. „Um eine zu große Eintönigkeit zu vermeiden, wurden die 14 Gebäude sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe gestaffelt und in eine weitläufige, gepflegte, autofreie Grünanlage mit Spielflächen und Ruhezonen eingebettet. Kinder können unbeschwert spielen und Erwachsene finden auf Bänken und Wiesen Raum für Entspannung“, so Rieniets weiter.

Dass in den 1950er bis 1970er Jahren so viel gebaut wurde, hat zur Folge, dass heute – rund 50 Jahre später – viele Häuser und Siedlungen in die Jahre gekommen sind und umfassend modernisiert werden müssen. „Das ist nicht immer einfach, weil vieles, was früher modern war, heute nicht mehr unseren veränderten Ansprüchen und Vorstellungen entspricht. Und genau hier setzt VIVAWEST mit einem nachhaltigen Verständnis von ganzheitlichen Quartiersentwickungen an“, so Kundencenterleiter Carsten Gröning. „Unter diesem Gesichtspunkt ist die Woldenmey-Siedlung in der Tat vorbildlich.“

In den Jahren 2014 bis 2015 wurden die Außenanlagen neu gestaltet. Durch helle und barrierefreie Eingangsbereiche fand eine deutliche Aufwertung des Wohnkomforts statt. Bereits 2013 zog das Servicebüro in die Siedlung, seitdem kümmern sich Vermieter und Hausmeister direkt vor Ort um die Belange der Bewohner und Mietinteressenten. Die Räume werden je nach Bedarf auch für nachbarschaftliche und ehrenamtliche Aktivitäten zur Verfügung gestellt, die wesentlich dazu beitragen, die Wohn- und Lebensqualität im Quartier zu verbessern. Carsten Gröning: „Mit der Planung und Umsetzung solcher Initiativen durch die Bewohner selbst ist gewährleistet, dass sich das Engagement auch tatsächlich an den Bedürfnissen derer orientiert, die hier Zuhause sind.“

Die Verantwortlichen der Kampagne „Big Beautiful Buildings“ nahmen diese Vorzüge des lebenswerten Quartiers zum Anlass, die Woldenmey-Siedlung im Rahmen eines Nachbarschaftsfestes mit einer Auszeichnung zu ehren. Ab dem 6. Juli zählt die Siedlung zu den „Beispielhaften Bauten der 1950er bis 1970er“ Jahre und ist Teil des europäischen Kulturerbejahres 2018.