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Wir im Quartier

Von Baum zu Baum geklettert

Mathias Polster und Daniel Allmenröder sorgen für Sicherheit im Quartier. Die beiden sind Baumpfleger beim Dienstleister HVG. Wo immer von morschen Ästen eine Gefahr ausgeht, sind sie zur Stelle.

Juni 2018

Rundum-Service für Kunden – das hat VIVAWEST sich auf die Fahnen geschrieben. Nicht nur in den Wohnungen selbst, sondern auch draußen soll alles in Ordnung sein. Und natürlich sicher. Darauf achten beim Dienstleister HVG Grünflächenmanagement zum Beispiel die insgesamt sechs Baum-pfleger. Sie rücken abgebrochenen Ästen zu Leibe. Manchmal sind es aber auch ganze Bäume, wenn diese etwa morsch sind und umzufallen drohen.

Die Baumpfleger: den ganzen Tag an der frischen Luft und körperlich aktiv

Die Baumpfleger sorgen also dafür, dass Bäume nicht zu einer Gefahr für Leib und Leben werden. So auch Daniel Allmenröder und Mathias Polster. Seit April dieses Jahres nehmen die beiden gemeinsam Bäume in Quartieren in ganz Nordrhein-Westfalen unter die Lupe und fällen, wo es notwendig ist. Und das bei Wind und Wetter; Kälte oder Regen kann sie nicht schocken – im Gegenteil: Den ganzen Tag an der frischen Luft und körperlich aktiv zu sein, gehört zu den Vorteilen dieses Jobs, findet Daniel Allmenröder. „Am Ende des Tages sehe ich das Ergebnis meiner Arbeit und erkenne den Sinn darin“, freut er sich außerdem. Baumpfleger von HVG sind in Zweierteams unterwegs. Während dabei meist einer in den Baum klettert und dort die Äste absägt, räumt der „Mann am Boden“ das Holz zur Seite, sortiert es und hält das Umfeld im Auge, damit niemand in den Gefahrenbereich kommt. Überall dort, wo es nicht möglich ist, mit dem Hubsteiger nah genug an einen Baum heran zu fahren, schwingt sich ein Baumpfleger hinauf ins Geäst. Das kommt immer häufiger vor, weiß Daniel Allmenröder. Die Bebauung wird dichter und oft sind Bäume von Rasen umgeben, der nicht befahren werden darf.

Wenn alles sicher sitzt, geht es ans Kraxeln

Gut ausgerüstet Für diesen Job sind die beiden besonders ausstaffiert. An einem speziellen Gurt, der zur Ausrüstung gehört, hängen zum Beispiel Kletterseil, Wurfsack, Klemmgerät und „Big-Shot“. Gut fünf bis zehn Kilo wiegt das alles. Doch was muss, das muss: „Wurfschnur mit Wurfsack werfe ich über einen Ast“, erklärt Mathias Polster den Weg nach oben. „Das kann man sich vorstellen wie ein Sandsäckchenen an einer Wäscheleine“, verdeutlicht er. Damit er den Ast, den er sich zuvor als sicher ausgeguckt hat, auch trifft, hilft ihm die „Big-Shot“. Das ist eine Art Schleuder. Wenn alles sicher sitzt, geht es ans Kraxeln. Dabei sind dem Kletterer Fußsteigklemme und ein Steigeisen von Nutzen. Mit einem sogenannten Positioner bringt er sich oben im Baum in die richtige Position, um zum Beispiel gut sägen zu können. Der Klettergurt ist vergleichbar mit einem Bergsteigergurt – nur etwas breiter, weil ein Baumkletterer permanent mit seinem Gewicht darin hängt. „Das Kletterseil ist leicht elastisch“, fügt Polster hinzu. „Rutscht man wirklich einmal ab, fängt das Seil einen auf und dehnt sich dabei minimal. So wird die Gefahr einer Rückenverletzung durch den Ruck verringert. Dann gibt es ein Klemmgerät, auch Lockjack genannt. Es ist unsere wirkliche Lebensversicherung, denn es blockiert automatisch das Seil, sollte ich hineinfallen.“

Genaue Analyse minimiert Gefahren

Sicherheit steht für die Baumpfleger an oberster Stelle. „Mit der Einstellung ‚Das passt schon irgendwie‘ ist man bei uns fehl am Platz“, betont Daniel Allmenröder. „Anders als viele meinen, geht es bei uns nicht um Risikobereitschaft. Im Gegenteil: Vor einem Arbeitseinsatz minimieren wir mit genauer und professioneller Analyse mögliche Gefahren.“ Es kommt also auf einen kühlen Verstand und sachliche Einschätzung an. Daneben achten die beiden auf Gesundheit und Fitness. „Jedes Kilo, das man nicht auf den Baum wuchten muss, hilft“, sind sie sich einig. Wissen und Erfahrung Bis zu 35 Meter geht es für die beiden nach oben, rund 1.500 Mal im Jahr, so schätzen sie. Die Auswahl der Bäume, die eine Gefahr darstellen können, treffen Baumkontrolleure, die einmal jährlich den Bestand begutachten. Informationen über die Bäume und deren genauen Standort bekommen Mathias Polster und Daniel Allmenröder dann auf ihren Laptop. Sie fahren hin und begutachten den Baum. Polster: „Bevor wir mit einem neuen Auftrag starten, führen wir grundsätzlich eine sogenannte Baumansprache durch. Dabei bewerten wir die Qualität des Baumes. Sieht er gesund aus oder ist er beispielsweise von Pilzen oder Fäule befallen? Hat er sich durch Windlast geneigt oder sind Risse im Boden erkennbar, die auf eine geringe Standfestigkeit schließen lassen?“ Alles wertvolle Hinweise für die beiden. Ihr Wissen und ihre Erfahrung helfen ihnen, die Baumbeschaffenheit richtig zu beurteilen.

Das Hobby zum Beruf gemacht

Mathias Polster ist gelernter Landschaftsgärtner und arbeitet seit zehn Jahren für HVG. Daniel Allmenröder ist Forstwirt und seit rund drei Jahren dabei. Beide haben einen Kletterschein und den professionellen Motorsägeschein. Daniel Allmenröder hat mit dem Klettern sein Hobby zum Beruf gemacht. „Ich bin früher in den Bergen geklettert“, erzählt er. „Als ich dann von dem Job erfahren hatte, habe ich mir gedacht, dass mir das auch Spaß machen würde.“