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Hofansicht der Gebäude im Dichterviertel aus der Vogelperspektive

Wir im Quartier

Zwischen Poeten zu Hause

„bei uns“ auf einem Spaziergang durch das Dichterviertel in Duisburg. Mieter Veli Kahraman zeigt Plätze, an denen er schon als Kind gespielt hat.

Fangen wir mit einer Anekdote an. „Vor längerer Zeit wurden die Bewohner dieses Viertels gefragt, warum ihr Quartier so heißt, wie es heißt. Einige rätselten: Dichterviertel… Weil es so dicht bebaut ist?“ Veli Kahraman lacht. Die Straßen heißen hier Kant, Lessing, Goethe. „Die meisten wissen natürlich, dass sie nach berühmten deutschen Dichtern benannt sind. Aber eben nicht alle.“ Um Abhilfe zu schaffen, wurden in den vergangenen Jahren nun Walnussbäume gepflanzt, die Namen berühmter türkischer Dichter tragen. „Den Anfang machte 2009 ein Baum auf der 1 Kleiststraße zu Ehren des Lyrikers Nazim Hikmet.“

Diese Ergänzung macht Sinn. Immerhin sind mehr als die Hälfte der Bewohner des Dichterviertels türkischstämmig wie Veli Kahraman, der 1978 als Kind mit seiner Familie aus Anatolien hierher kam. Sie alle schätzen den traditionsreichen und heute schön sanierten Siedlungsbereich. „Ich habe nur einige Jahre in einer anderen Stadt gelebt, sechs Jahre in Wesel am Niederrhein“, erzählt der gelernte Schlosser, der ganz in der Nähe bei Thyssen-Krupp arbeitet. „Aber hier fühle ich mich zuhause. 2006 bin ich zurückgekommen und möchte auch bleiben.“

Das hat nicht nur mit Veli Kahramans Erinnerungen an eine glückliche Kindheit und Jugend zu tun. Mittlerweile gilt das Dichterviertel durchaus als urbanes Schmuckstück. Einerseits durch die aufwändige Sanierung, aber auch durch viel soziales Engagement seitens VIVAWEST und der Stadt Duisburg und mit umfangreichen Fördermitteln und Programmen für ein besseres Zusammenleben. So gibt es mittendrin, am 2 Goetheplatz 1, ein eigenes Quartiersbüro, das als Anlaufstelle und Treffpunkt für die Bewohner dient. „Das ist schon eine gute Sache. Geplant werden hier beispielsweise gemeinsame Müllsammelaktionen oder Stadteilfeste“, so Veli Kahraman, der sich auch als Ehrenamtlicher für sein Quartier einsetzt. „Ich selbst habe gerne Kontakt zu meinen Nachbarn, ob nun türkisch oder deutsch. Das bin ich von früher so gewohnt.“

Wohnungen für Bergleute

Vom Goetheplatz aus führt der 47-Jährige weiter durch die denkmalgeschützte Bergbausiedlung. Diese wurde ab 1909 und in einigen Randbereichen noch bis 1924 für die Bergleute der Zeche Friedrich Thyssen errichtet. Auf einer Fläche von 15 Hektar entstanden damals 370 Gebäude – Hamborn war eine der schnellst wachsenden Siedlungen im Ruhrgebiet. Das Quartier wird im Norden begrenzt von der 3 Kamp- und der Kalthoffstraße, im Südosten vom Nordfriedhof und im Westen von der Duisburger Straße. Knapp 6000 Menschen wohnen heute in den variantenreichen Häuserblocks. Stuck wechselt sich mit Backstein ab. Einige Bauten, die meisten davon drei- bis fünfgeschossig, sind mit Jugendstilelementen verziert. Die Lessingstraße, in der Veli Kahraman wohnt, zeigt sich in  sauberem, beigefarbenem Putz. Vorgärten findet man hier nicht. „Aber es ist trotzdem sehr grün“, erklärt er. Wie das? Er lacht und führt in einen der überraschend großzügigen Innenhöfe der Häuserblocks. Da erstrecken sich weite Rasenflächen, alter Baumbestand, abgezäunte Gärten und Spielplätze. Auch ein neuer Kindergarten für die Bewohner findet sich hier. Platz satt. „Auf den Wiesen hier habe ich schon als Kind Fußball gespielt“, erzählt er. „Denn Spiel und Sport verbindet immer.“ Alte Dichter hin oder her…

Das Dichterviertel

VIVAWEST hat 1.700 Wohneinheiten in der Siedlung im Duisburger Norden. Der Anteil ausländischer Bewohner liegt bei etwa 60 Prozent. Das hat Tradition. Schon in der Gründungszeit der Siedlung Niederländer und andere Gastarbeiter zuhause. Die multikulturelle Siedlung ist Teil der „Route der Industriekultur“. Das Gebiet wurde 2006 in das Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“ aufgenommen. Seit Beginn der Quartiersarbeit gibt es Aktivitäten zur Erhöhung der Lebensqualität und zum Aufbau von Nachbarschaften. Die Vivawest Stiftung unterstützt diese Aktionen mit 47.000 Euro jährlich.

Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel
Hofansicht der Gebäude im Dichterviertel aus der Vogelperspektive
Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel
Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel
Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel
Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel
Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel
Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel
Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel
Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel Hofansicht der Gebäude im Dichterviertel aus der Vogelperspektive Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel Außenansicht von Gebäuden im Dichterviertel

Hier trifft man sich

EG DU-Quartiersbüro Dichterviertel,

Goetheplatz 1

47166 Duisburg-Hamborn

 

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag

von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr (Individuelle Termine sind nach vorheriger Absprache möglich); Ansprechpartnerin: Sabine Malon; Quartiersmanagerin, Tel.: 0203/99429-30

e-mail: smalon@eg-du.de

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