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 Referenzen

BauhausKarree Duisburg-Hamborn

 

Das heute als „BauhausKarree“ bekannte Quartier im nördlichen Duisburger Stadtteil Hamborn wurde zwischen 1929 und 1930 erbaut. Mit dem Ensemble reagierte man auf die Bevölkerungsexplosion im nördlichen Ruhrgebiet zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Quartier gilt bis heute als eines der ersten herausragenden Projekte des Unternehmens und ist als ein Musterbeispiel des Bauhaus-Stils in seiner Größenordnung für das Ruhrgebiet einmalig.

Architektur im Stile des Bauhauses

Der für Entwurf und Ausführung des BauhausKarrees verantwortliche Kölner Architekt Emil Rudolf Mewes nutzte die klare architektonische Formensprache und gliederte die Siedlung mit konsequent horizontaler und vertikaler Linienführung nach streng symmetrischen Kriterien. In der Gestaltung verband er den Bauhausstil kongenial mit Elementen des auslaufenden Expressionismus. Die rote Klinkerfassade ist für diese Epoche charakteristisch. Insgesamt entstanden in dem 30 Häuser umfassenden Gebäudeensemble 162 Wohneinheiten in den für diese Zeit typischen Kleingrößen zwischen 36 und maximal 65 Quadratmetern. Aus diesem Grund kam dem Wohnumfeld entscheidende Bedeutung als Raum der Erholung und Kommunikation zu. Als zentraler Treffpunkt der Siedlung setzte der Stadtplatz an der Straßenkreuzung Kamp-/Kantstraße mit den zurückgesetzten, höheren und flach gedeckten Gebäudetrakten sowie vier integrierten Teilplätzen zudem städtebauliche Akzente.

Denkmalgerechte Sanierung

Auf Initiative von VIVAWEST hin wurde das BauhausKarree im Jahre 1991 unter Denkmalschutz gestellt und damit als städtebaulich wichtiges Zeugnis der regionalen Siedlungsgeschichte gewürdigt. Um die architektonisch bedeutenden Gebäude zu erhalten und zugleich modernen Wohnstandards anzupassen, wurden in den Jahren 2003 bis 2006 aufwendige Modernisierungs- sowie Um- und Ausbauarbeiten vorgenommen. Dass dabei viele historische Details berücksichtigt und den Vorgaben des Denkmalschutzes umfassend Rechnung getragen werden konnten, ist nicht zuletzt der guten Kooperation mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Duisburg zu verdanken.

Moderner Wohnkomfort

Zugunsten modern geschnittener, großzügiger Wohnflächen reduzierte man die ursprüngliche Zahl der Wohnungen auf 127 Einheiten. Die einzelnen Typen zwischen 65 und 120 Quadratmeter Größe – teilweise im Maisonettestil – sind für Single- und Mehrpersonenhaushalte gleichermaßen gut geeignet. Zusätzlich stehen zwei luxuriöse Loftwohnungen von bis zu 160 Quadratmetern zur Verfügung. Die Ausstattung kombiniert zeitgemäßen Wohnkomfort mit stilgerechten Details im Bauhaus-Design wie beispielsweise Türgriffen, Beschlägen oder Lichtschaltern. Die alten Fenster wurden durch neue, der ursprünglich mehrsprossigen Fensterteilung und -profilierung entsprechende ersetzt. Hauseingangsbereiche und Flure erinnern an das historische Erscheinungsbild ebenso wie die Hauseingangstüren, die stilistisch und farblich mit den Originalen von 1929 nahezu identisch sind.

Zentrum der Siedlung

Im Jahre 2008 erfüllten die Stadt Duisburg und das Land Nordrhein-Westfalen schließlich einen lang gehegten Wunsch: Mit der Neugestaltung des Stadtplatzes an der Kamp-/Kantstraße fand die Sanierung des BauhausKarrees ihren vollständigen Abschluss. Wie in seiner Entstehungszeit bietet der Platz jetzt wieder Raum für öffentliches Leben, nachbarschaftliche Kontakte und kulturelle Aktivitäten. Der mit der Gestaltung des Stadtplatzes beauftragte Landschaftsarchitekt orientierte sich in seiner Konzeption eng an den historischen Vorgaben. Die niveaugleiche Pflasterung in diesem nun verkehrsberuhigten Bereich stellt die Kreuzung in Anlehnung an ihre ursprüngliche Form wieder her.

Partner der Kommunen

VIVAWEST leistete sowohl mit der ursprünglichen Erbauung und dem besonderen Augenmerk auf bezahlbaren Wohnraum als auch mit der aufwendigen Sanierung der Gegenwart einen verantwortungsvollen Beitrag zur Stadtteilentwicklung. Zeitgenössisch baute man an einem neuen, für die wirtschaftliche Entwicklung wichtigen Stadtteil nach zeitgemäßen Standards. Heute nutzt man dieses besondere architektonische Vermächtnis in derselben engen Partnerschaft mit den kommunalen Stadtentwicklern und Denkmalschützern für eine wirksame Konsolidierung und Revitalisierung, die der Stadtteil Hamborn in der Zeit nach Kohle und Stahl dringend benötigt.