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Ganzheitliche Quartiersentwicklung

VIVAWEST hat mit dem Projekt  „Neue Stadtgärten“ in Recklinghausen eine Großwohnsiedlung der 1970er Jahre erfolgreich revitalisiert

Die frühere Siedlung Breuskesbach in Recklinghausen galt in ihrer Entstehungszeit als Musterbeispiel städtebaulicher Planung. Zwischen 1975 und 1980 im Rahmen des „Standortprogramms NRW“ entstanden, sollten die bis zu acht Stockwerke hohen Häuser vor allem Beschäftigten der Zeche General Blumenthal mit ihren Familien preisgünstigen und modernen Wohnraum bieten. Weitläufige Grün- und Freiflächen rundeten das familienfreundliche Gesamtbild ab. Doch die Siedlung kam zusehends in die Jahre. Längst gibt es die Zeche nicht mehr, und der Siedlungstyp wurde immer stärker als anonym wahrgenommen. Die Fassaden wirkten altmodisch, die Hauseingänge trist, die Treppenhäuser dunkel und die Außenanlagen wie Relikte vergangener Zeiten. Das Image des Quartiers am Breuskesbach war denkbar schlecht. Mit einem Leerstand von fast 30 Prozent gehörte die Siedlung zu den schwierigen Beständen.

Gute Lage

Für VIVAWEST war das Anlass genug, der Siedlung eine neue Perspektive zu bieten. Obwohl die negativen Eindrücke dominierten, sahen die Portfoliomanager des Unternehmens am Standort positive Entwicklungschancen. Das Quartier hat nach wie vor ein intaktes Umfeld. Es liegt in einer gefragten Gegend südlich der Innenstadt und hat eine gute Infrastruktur. Die Grundrisse der 370 Wohnungen sind attraktiv. Beachtliche 40 Prozent der Mietverhältnisse bestehen bereits länger als zehn Jahre. Das alles waren ausschlaggebende Gründe, den Standort mit einer Investition von rund 20 Millionen Euro im Schulterschluss mit der Stadt als neue Adresse zu positionieren.

Ein neuer Name

Gemeinsam mit dem Architekten Andreas Hanke des Dortmunder Büros Stadtbildplanung entwickelte ein Projektteam ein Konzept, das den Häusern eine neue Anmutung und den Außenanlagen eine neue Funktionalität verleihen sollte. Der Schwerpunkt der baulichen Maßnahmen lag auf der Gestaltung der Freiräume. Der neue Name „Neue Stadtgärten Recklinghausen“ weist auf ein altes, bis heute zeitgemäßes städtebauliches Leitbild hin: die Gartenstadt. Und auch die Straße, ebenso stigmatisiert wie die Siedlung selbst, wurde umbenannt: Die ehemalige Blumenthalallee heißt jetzt „Auf den Flachsbeckwiesen“.

Das Konzept

Das architektonische Konzept basiert auf der Idee, das Quartier „Neue Stadtgärten“ nach außen als grün-blaue Landschaft erscheinen zu lassen. Innen dagegen sind die klaren architektonischen Formen in warmen orange-gelben Farbkompositionen gehalten, die den urbanen Charakter der einzelnen Siedlungsgruppen hervorheben. Damit das Häuserensemble weniger monumental und bedrückend erscheint, erhielten die Gebäude eine klassische Gliederung mit Sockelgeschossen, Gesimsbändern und vertikalen Mauerblenden. Der abschließende Dachrand verhindert den Eindruck, die Häuser reichten gen Himmel. Er erinnert an den norditalienischen Städtebau der 1930er-Jahre.

Besonderer Service

Die Arbeiten begannen im Herbst 2013 und wurden Ende 2015 abgeschlossen. Schon vor Projektbeginn hatte VIVAWEST ein neues Servicebüro in der Siedlung eröffnet. Vermieter und Hausmeister kümmern sich hier direkt vor Ort um die Belange der Bewohner und Mietinteressenten. Dass mit den „Neuen Stadtgärten“ auch neue Zielgruppen – junge Familien und Paare aller Altersgruppen – angesprochen werden, zeigte sich in der gut angelaufenen Neuvermietung: Innerhalb eines halben Jahres wurde die Leerstandsquote von zwischenzeitlich 30 auf 10 Prozent und heute auf unter 3 Prozent abgebaut. Das durchschnittliche Mietniveau ist gemessen an der gewonnenen Attraktivität als moderat zu bezeichnen.

Eine funktionierende Nachbarschaft

Flankierend zu den baulichen Maßnahmen werden die Bewohner aktiv in nachbarschaftsbildende Prozesse eingebunden. Eine besondere Rolle bei der Entwicklung und Stärkung der Nachbarschaft kommt den vielen Ehrenamtlichen zu. In den „Neuen Stadtgärten“ haben sich bereits 30 engagierte Bewohner gefunden, die wesentlich dazu beitragen, die Wohn- und Lebensqualität im Quartier zu verbessern. Sie alle kümmern sich verantwortungsvoll um Pflege und Entwicklung des nachbarschaftlichen Miteinanders in ihrem Zuhause. Allen voran sind es doch die Bewohner von heute und morgen, die über den nachhaltigen Erfolg der Quartiersentwicklung entscheiden. Deshalb unternimmt VIVAWEST zusammen mit den Sozialpartnern vor Ort sowie ihren Quartierspaten im Ehrenamt alles dafür, stabile Rahmenbedingungen zu schaffen, sie zu erhalten und weiterhin zu fördern. Mit der Planung und Umsetzung der Angebote durch die Bewohner selbst ist zugleich gewährleistet, dass sich das Engagement tatsächlich an deren Bedürfnissen orientiert und integrativen Charakter besitzt, insbesondere auch für alle neuen Nachbarn.