Auf dem Bild sind vier Kinder und ein Mann in einem Garten zu sehen. Der Mann schwingt ein Seil und ein Junge springt darüber. Ein Mädchen steht da und beobachtet die Szene das Mädchen daneben springt ebenfalls in die Luft. Im Hintergrund sind Beete und ein Bollerwagen zu sehen. Der zweite Junge läuft im Hintergrund

Gemeinschaft stärken

Die Vivawest Stiftung gGmbH setzt sich für soziale Institutionen und Vereine in Nordrhein-Westfalen ein. Ziel ist es, ein gutes Miteinander unabhängig von Alter, Kultur und Geschlecht zu ermöglichen. Die Vivawest Stiftung unterstützt eine Vielzahl von Projekten und Aktivitäten vor Ort, um das Gefühl des „Zu-Hause-Seins“ zu fördern.

Manchmal sind es „nur“ Kleinigkeiten: Ein warmes Mittagessen, Unterstützung bei den Hausaufgaben oder das Bewundern der Pflanzen- und Tierwelt im Garten. Für manche Familien ist genau das jedoch alles andere als selbstverständlich.

Damit Teilhabe und Gemeinschaft entstehen, braucht es Orte der Begegnung, verlässliche Strukturen und vor allem Menschen, die sich kümmern. Genau hier setzt die gemeinnützige Vivawest Stiftung an: Sie fördert soziale Institutionen und Vereine in Nordrhein-Westfalen, die Kindern und Familien insbesondere in den VIVAWEST-Quartieren Zugang zu Bildung und Gemeinschaft ermöglichen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität und Kultur.

„Wir begegnen Menschen oft in sehr unterschiedlichen Lebenslagen“, sagt Thomas Wels, Geschäftsführer der Vivawest Stiftung. „Manche brauchen Unterstützung beim Lernen, andere einen sicheren Ort zur Selbstentwicklung. Wir möchten mit unserer Arbeit die Nachbarschaften in den Quartieren stärken und dafür sorgen, dass möglichst niemand abgehängt wird.“

An Bildung teilhaben

Wie die Unterstützung der Stiftung aussieht, zeigt zum Beispiel das geförderte Projekt „Tausche Bildung für Wohnen“ in Essen. Junge Menschen werden hier zu Bildungspaten, dürfen mietfrei in einer VIVAWEST-Wohnung leben und betreuen im Gegenzug Kinder beim Lernen in benachteiligten Stadtteilen. So entstehen in den Quartieren Begegnungsräume, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Bildung und sozialer Lage voneinander lernen können. Ziel ist es, eine chancengerechte Gesellschaft zu fördern, in der jeder Einzelne sein Leben aktiv mitgestalten kann. Insgesamt profitieren rund 40 Jungen und Mädchen zwischen fünf und 13 Jahren von dem Angebot.

Eine der Bildungspatinnen ist Paula Koppe aus Dresden, die im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für das Projekt nach Essen gezogen ist. Für sie bietet das Programm eine gute Gelegenheit, sich in die Gesellschaft einzubringen und die Zeit bis zum Studium zu überbrücken. „Ich wollte nach dem Abitur etwas Sinnvolles machen, bevor ich Biotechnologie studiere“, sagt sie. Auch ihre Mitbewohnerin Mette Michels ist Bildungspatin – beide kümmern sich darum, dass durch die Betreuung für die Kinder ein geregelter Tagesablauf entsteht, den sie sonst vielleicht nicht hätten.
 
Die Vivawest Stiftung unterstützt das Projekt bereits seit 2018 in Gelsenkirchen-Ückendorf und seit 2024 in Essen-Katernberg indem sie Räume für das Angebot bereitstellt. „Wohnraum ist überall knapp“, sagt Standortleiter Stephan Köppen-Lübbers. „Dass VIVAWEST uns hier hilft, ist für das Projekt entscheidend.“

Weitere Perspektiven zu diesem Thema: Füreinander da sein

Die Natur erkunden

Auch bei den „Gartenkids“ der Waldschule Cappenberg geht es um Bildung – allerdings im Freien. Von Ostern bis Herbst treffen sich die Kinder beispielsweise auf einer 500 Quadratmeter großen Fläche hinter den Häusern am Hülshof in Lünen. VIVAWEST stellt das Grundstück kostenlos zur Verfügung, hat zudem eine überdachte Terrasse gebaut und einen Wasseranschluss gelegt.
 
„Wir möchten den Kindern eine Mischung aus Lern- und Bewegungsangeboten bieten. Dafür eignet sich der große Garten hervorragend“, sagt Waldlehrerin Doris Homann. Die Kinder pflanzen Kräuter, beobachten Schnecken, lernen, was Rosmarin von Thymian unterscheidet – und nebenbei kommen Eltern ins Gespräch, Nachbarschaften wachsen zusammen. Die Stiftung unterstützt die Waldschule zudem bei weiteren Aktionen wie etwa im Rahmen der VIVAWEST-Ferienfreizeiten. 
 

Mehr als eine warme Mahlzeit

Ein weiteres Beispiel: Die Amigonianer Soziale Werke gGmbH in Gelsenkirchen-Feldmark. Der katholische Orden hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche sowie deren Familien zu unterstützen – insbesondere in sozial belasteten Lebensräumen. Rund 15 Kinder kommen täglich in zwei Schichten in die Einrichtung. Ein Teil des Angebots ist zum Beispiel der kostenlose Mittagstisch – montags bis donnerstags gibt es hier eine warme Mahlzeit.
 
Die Vivawest Stiftung unterstützt das Angebot seit Sommer 2022. Mit diesem Geld können die Kinder mit warmen Speisen versorgt werden. „Ohne die Unterstützung gäbe es solche Projekte nicht“, sagt Sozialarbeiterin Mathilda Wittig, die sich mit ihrem Team vor Ort um die Jungen und Mädchen kümmert.
 

Über die Vivawest Stiftung

Die Vivawest Stiftung gGmbH unterstützt Projekte, die Bildung ermöglichen, den Alltag entlasten und Gemeinschaft stärken. Im Fokus stehen Angebote, die in den Quartieren wirken: direkt, lokal, vielfältig. Sie erreichen Menschen, für die Teilhabe nicht selbstverständlich ist. Mehr zur Vivawest Stiftung: https://www.vivawest.de/stiftung

Einsamkeit bekämpfen – Demokratie fördern

„Einsamkeit bekämpfen – Demokratie fördern“ ist ein aktuelles Projekt der Vivawest Stiftung gemeinsam mit der RAG-Stiftung und der Stiftung „Dein Zuhause hilft“. Es richtet sich an junge Menschen im Ruhrgebiet und knüpft an den NRW-Aktionsplan „Du + Wir = Eins“ an. Im Mittelpunkt stehen drei Bausteine: kreative Live-Veranstaltungen an verschiedenen Orten im Ruhrgebiet, die Austausch und Teilhabe niedrigschwellig ermöglichen, Schul-Workshops zum Thema Einsamkeit an weiterführenden Schulen sowie der Ausbau der kostenlosen, anonymen 24/7-Krisenberatung der krisenchat GmbH. Ratsuchende erreichen dort professionelle Fachkräfte per WhatsApp oder Webchat. Bei Bedarf wird zudem an passende Hilfsangebote vor Ort weitervermittelt. Mehr zum Projekt: www.vivawest.de/stiftung/projekt-einsamkeit-und-demokratie 

       

        

Fotos: Dirk Bannert | Illustration: DAQ/2Agenten