Drei Neubaugebäude stehen auf einem Gelände. Im Vordergrund verläuft eine ruhige Straße. Neben kleinen Grünflächen sind Parkplätze mit Autos zu sehen. Ein paar Menschen laufen durch das Bild

Klimaneutralität als ambitioniertes Ziel

VIVAWEST hat im Jahr 2021 eine umfassende Klimaschutzstrategie entwickelt, um im Gebäudebestand eine klimaneutrale Versorgung (Heizung, Warmwasser und Allgemeinstrom) zu realisieren. Entscheidend dafür sind vor allem die energetische Modernisierung und der Energieträgerwechsel. Warum Umwelt und Mieter profitieren und welche Herausforderungen es gibt. 

VIVAWEST will Quartiere möglichst emissionsfrei bewirtschaften und Heizkosten langfristig stabil halten. Drei große Hebel stehen dabei im Fokus: die energetische Modernisierung des Wohnungsbestands, der Energieträgerwechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien und energieeffiziente Neubauten.
 
Hierfür tauscht das Unternehmen schrittweise alle fossilen Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden aus und ersetzt sie in der Regel durch Luft-Wasser-Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaikanlagen. Davon profitieren auch die Mieter direkt: Seit Anfang 2026 kann VIVAWEST in einigen Objekten vergünstigten Strom anbieten, der auf den Dächern der Gebäude produziert wird. Zudem werden im Rahmen der Modernisierung veraltete Türen und Fenster ausgetauscht sowie Fassaden und Dächer gedämmt.

Nach Abschluss der Modernisierung erreichen die Gebäude energetisch ein deutlich höheres Niveau: Im Durchschnitt verbessert sich die Energieeffizienzklasse von F auf B. Zugleich sinkt der Energiebedarf von jährlich 230 auf 65 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter. Durch die seit 2021 umgesetzten Modernisierungsprogramme gelingt eine Reduzierung des Endenergiebedarfs um -72 Prozent und der Treibhausgas-Emissionen um -65 Prozent. 

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Modernisierung wird anspruchsvoller

Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen für die energetische Modernisierung des Bestands verschärft. Die Baukosten sind seit 2019 um knapp 45 Prozent gestiegen – und damit auch die Investitionen für jedes einzelne Projekt. Gleichzeitig bleiben die gesetzlichen Grenzen für die Umlage von Modernisierungskosten unverändert. Das bedeutet: Ein wachsender Teil der Investitionen lässt sich wirtschaftlich nur noch begrenzt refinanzieren.

Hinzu kommen schwierigere Finanzierungsbedingungen. Reduzierte Tilgungszuschüsse, teils überzeichnete Förderprogramme und insgesamt unsicherere Förderbedingungen erschweren die Planung seit 2022. Die Investitionen bleiben sinnvoll und notwendig — sie müssen aber unter deutlich schwierigeren Bedingungen geplant und finanziert werden. Zudem wachsen die Anforderungen an Planung und Umsetzung.

„Modernisierung ist heute immer auch eine Frage der Balance: Maßnahmen für mehr Klimaschutz müssen technisch machbar, wirtschaftlich tragfähig und für Mieterinnen und Mieter bezahlbar bleiben. Damit wir unseren Bestand zukunftsfähig weiterentwickeln können, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen“, sagt Bastian Brusinski, Bereichsleiter Portfoliomanagement / Akquisition bei VIVAWEST.
 


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THG-Emissionen spart VIVAWEST pro Jahr durch Modernisierung ein


Emissionen kontinuierlich senken

Trotz der Herausforderungen modernisiert VIVAWEST weiter: Bis 2029 will das Unternehmen den Energieträgerwechsel bei insgesamt 3.500 Wohnungen umsetzen. Weitere rund 7.900 Wohnungen werden saniert und dabei ebenfalls auf moderne Heizanlagen umgerüstet. Damit setzt VIVAWEST den eingeschlagenen Weg fort, die Emissionen im Bestand schrittweise weiter zu senken.
 

       

        

Fotos: XX | Illustration: DAQ/2Agenten