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Ein Tannenbaum wird aus dem Fenster geworfen (© artfocus – stock.adobe.com)

Meine vier Wände

Deutschland feiert „Knut“

Tipps zur richtigen Entsorgung des Weihnachtsbaums

Spätestens seit der Werbung eines schwedischen Möbelhauses ist der auf die Straße fliegende Weihnachtsbaum zu Knut auch in Deutschland ein Begriff. Tatsächlich wird mit dem St.-Knuts-Tag in Schweden, Finnland und Norwegen traditionell die Weihnachtszeit am 13. Januar beendet und die Christbäume werden abgeschmückt und entsorgt. In Deutschland weichen viele Weihnachtsbäume bereits kurz nach dem Jahreswechsel aus den Wohnzimmern, andere lassen ihren Baum bis Heilige Drei Könige (6. Januar) oder gar bis Maria Lichtmess (2. Februar) stehen.

Egal, wann Sie Ihren Weihnachtsbaum wieder wegräumen möchten, jedes Jahr stellt sich vielen die Frage: Wohin mit dem Baum? Deshalb zeigen wir Ihnen, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, den Weihnachtsbaum zu entsorgen. Wie Sie sogar ein Igelhaus aus Ihrem alten Christbaum zaubern, erklären wir Ihnen weiter unten.

Was muss ich vor der Entsorgung beachten?

Egal wie Sie Ihren Baum entsorgen, generell gilt: Christbäume müssen vor dem Entsorgen komplett abgeschmückt und frei von jeglicher Dekoration sein. Dies gilt insbesondere für Lametta, denn dieses enthält Blei und ist daher Sonderabfall.

Ähnliches gilt auch bei Kunstschnee oder Glitzerspray: Beides enthält Lösungsmittel und Treibgase.

Wohin mit dem Christbaum?

Die oberste Regel für die Entsorgung Ihres Weihnachtsbaums: niemals in den Wald oder in die freie Natur! Hier würde er zunächst verdorren und lange Zeit brauchen, um vollständig abgebaut zu werden. Zudem handelt es sich hier um liegengelassenen Müll, also eine Ordnungswidrigkeit, die schnell teuer werden kann.

Viele Städte bieten daher eine kostenfreie Alternative, zum Beispiel Entsorgungsmöglichkeiten über den Wertstoffhof oder Kompostwerke. Einige Gemeinden bieten sogar Termine für die Abholung oder Sammelstellen für ausgediente Weihnachtsbäume an. Hierzu legen Sie den Baum zum angegebenen Abholtag einfach den Straßenrand oder an einen dafür vorgesehenen Sammelplatz. Bitte achten Sie aber dabei darauf, dass er nicht zur Stolperfalle für Ihre Nachbarn wird!

Die alten Bäume werden von der Müllabfuhr dann eingesammelt. Informieren Sie sich dazu einfach bei Ihrer Verwaltungsgemeinschaft vor Ort oder in Ihrem Abfallkalender, da sind die Abholtermine meist schon vermerkt. Wichtig hierbei: Schmücken Sie den Baum unbedingt vorher ab, sonst wird er nicht mitgenommen und an der Straße liegen gelassen!

Außerdem können Sie Ihren Christbaum vielerorts klein geschnitten in die Biotonne oder auf den Kompost geben.

Weihnachtsbaum entsorgen und Gutes tun

Sie können Ihren ausgedienten Christbaum auch spenden oder recyceln. Reiterhöfe und viele Zoos zum Beispiel freuen sich über aussortierte Weihnachtsbäume für Pferde, Elefanten oder Kamele. Die Tiere spielen damit und knabbern daran. Besonders gern haben sie Tannen und Fichten. Allerdings sollte es sich hierbei um Biobäume handeln, da konventionelle Tannenbäume und Co. oft zur Haltbarmachung mit chemischen Zusatzstoffen behandelt werden. Zudem sollten Sie auch vorher abklären, ob überhaupt Bedarf an Bäumen besteht.

Wenn Sie einen eigenen Garten haben, können Sie den Baum entweder zerkleinert in den Kompost geben oder aber einen Reisighaufen für Tiere schichten. Kleintiere wie Igel, Spitzmäuse, Käfer und Eichhörnchen finden darin Schutz vor Fressfeinden und der winterlichen Kälte.

Das Bauen eines Reisighaufens ist recht einfach – hier werden Äste und Zweige auf einen Haufen getragen. Achten Sie dabei darauf, dass mögliche Eingänge offen bleiben. Sie können den Boden vorher auflockern, damit die Tiere genügend Hohlräume unter dem Haufen schaffen können.

Nach und nach zersetzt sich der Reisighaufen. Wenn Sie ihn also weiter erhalten wollen, müssen Sie ihn immer wieder auffüllen. Sollten Sie sich entscheiden, den Reisighaufen aufzugeben, tragen Sie die Äste von oben nach unten vorsichtig ab. Denken Sie daran, dass sich hier vielleicht bereits Tiere eingenistet haben.

Sie können Teile des Baumes aber auch als winterlichen Grabschmuck benutzen. Zwicken Sie einen schönen Ast ab und dekorieren Sie ihn zum Beispiel mit Christrosen oder größeren Tannenzapfen auf dem Grab.

 

(Foto © artfocus – stock.adobe.com)

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