Gemeinsam durch die Krise – so sparen VIVAWEST und Mieter Energie

Steigende Preise, angespannte Versorgungslage, Inflation: Das Heizen im Winter wird für Millionen Haushalte zur (finanziellen) Herausforderung. Durch das gezielte Einsparen von Energie können wir alle etwas dazu beitragen, die Auswirkungen zumindest einzudämmen. Hier lesen Sie, was Sie als Mieter tun können – und was VIVAWEST als Vermieter bereits unternommen hat und noch unternehmen wird.

Die Energiepreise kennen seit Monaten nur den Weg nach oben. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind die Weltmarktpreise für Erdgas rasant gestiegen, die Sorge vor Engpässen in der Energieversorgung wächst. Auch die Strompreise ziehen seit Monaten beständig an. Zwar arbeitet die Bundesregierung an Entlastungen und versucht, die Gasspeicher für die kommende Heizperiode zu füllen. Insgesamt müssen sich Mieter und Wohnungsunternehmen wie VIVAWEST dennoch gleichermaßen auf weiter steigende Kosten einstellen – unabhängig davon, ob mit Gas, Öl oder Fernwärme geheizt wird.

VIVAWEST hat deshalb frühzeitig reagiert. Im ersten Schritt wurden Heizungen dort, wo es möglich und ein relevanter Einspareffekt zu erwarten war bzw. ist, im Sommer abgestellt. Beim Neustart ab Mitte September 2022 werden zudem die Einstellungen der Anlagen optimiert, damit sie möglichst effizient laufen. Ferner haben wir bereits im Mai 2022 die Heizkostenvorauszahlung für unsere Mieter vorsorglich um 30 Prozent erhöht, um die Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen abzufedern. Doch schon jetzt steht fest: Diese Anpassung reicht nicht aus, um die massiven Preissteigerungen vollständig auszugleichen. Aus diesem Grund appellieren wir an Sie, den eigenen Verbrauch kritisch zu überprüfen und die Vorauszahlung gegebenenfalls weiter zu erhöhen. In Abhängigkeit von der weiteren Preisentwicklung prüft VIVAWEST zudem kontinuierlich eine mögliche weitere Anpassung der Vorauszahlungen.

Zusätzlich gibt es viele Ansatzpunkte zum Energiesparen. Wir haben zentrale Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie den Heizungs- und Stromverbrauch aktiv reduzieren können.

Tipps für effizientes Heizen

Je konsequenter wir im Winter Türen und Fenster – bei Türen gilt dies sowohl bei Eingangs- als auch bei Zimmertüren – schließen, desto geringer sind die Heizkosten. Das gilt insbesondere für die Tür zum Schlafzimmer, wo Menschen es ohnehin eher kühl mögen. Zudem sollten die Türen zu in der Regel unbeheizten Räumen wie Flur, Keller und Dachboden möglichst geschlossen sein, da sonst viel Wärme unnötig entweicht.

Selbst bei geschlossenen Türen entsteht an Türschwellen häufig Zugluft. Diese sorgt für das Eindringen von kalter Luft aus Nebenräumen und macht zusätzliches Heizen nötig. Abhilfe können ein Handtuch oder eine Alternative wie eine Türrolle schaffen. Dank des umgangssprachlich als „Zugluftdackel“ bekannten Hilfsgriffs bleibt die Wärme, wo sie ist. Das gilt auch bei Fenstern: Rollos, Vorhänge und Jalousien sperren Kälte aus und reduzieren die benötigte Heizleistung.

Damit ein Heizkörper richtig und energieeffizient funktioniert, sollte er freistehen – nur so kann die Luft sich im Raum verteilen. Möbel, lange Vorhänge oder Verkleidungen sollten Heizkörper daher nicht verdecken. So lassen sich bis zu zwölf Prozent Heizkosten sparen.

Sind Backofen oder Herd in Betrieb, entsteht in einer Küche zwangsläufig Wärme – ganz ohne Heizung. Drehen Sie die Heizung daher während des Kochens oder Backens herunter oder schalten Sie sie kurzeitig aus. Eine Küche in Betrieb muss nicht noch geheizt werden. Ähnliches gilt im Badezimmer – während des Duschens brauchen Sie keine Heizung.

Heizlüfter gewinnen in letzter Zeit als Heizungsalternative an Popularität. Tatsächlich sind sie weder zum Heizen noch zum Sparen besonders gut geeignet. Im Vergleich zur klassischen Heizung ist der Wirkungsgrad von Heizlüftern oder Radiatoren niedriger. Auch wenn Sie Heizenergie sparen, zahlen Sie dafür beim Strom dazu – zumal Elektroheizungen länger laufen müssen, um die gleiche Temperatur zu erzeugen.

Selbst wenn Sie alle Tipps gewissenhaft befolgen, kann eine Heizung, in der zu viel Luft zirkuliert, nicht richtig arbeiten – das steigert den Verbrauch. Regelmäßiges Entlüften hilft, dieses Problem zu lösen. Brauchen Sie dabei Unterstützung oder sollten Ihre Heizkörper nicht über die volle Breite warm werden oder gluckern, melden Sie dies Ihrem KiM-Partner, der den Heizkörper prüft und ggf. entlüftet.

Lüften bei gekippten Fenstern ist nichts anderes als zusätzlicher Energieverbrauch. Zum einen kann die Luft nicht richtig zirkulieren, zum anderen kämpft die Heizung dauerhaft gegen kalte Luft von draußen an. Deutlich effizienter ist es, die Fenster mehrmals am Tag zum Stoßlüften ganz zu öffnen, am besten mehrere gleichzeitig. Die Faustregel lautet: Bei Frost reichen fünf Minuten Lüften, in der Übergangszeit zehn bis 15 Minuten.

Nicht jeder Raum ist gleich – das macht unterschiedliches Lüften erforderlich. Im Schlafzimmer beispielsweise ist es sinnvoll, vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen zu lüften. So wird verhindert, dass sich die beim Schlafen freigewordene Feuchtigkeit dauerhaft in die Wände und Möbel einspeichert.

In der Küche und im Badezimmer ist das Lüften direkt nach der Nutzung sinnvoll. So lüften Sie beim Kochen und Duschen entstandene größere Mengen von Wasserdampf sofort ins Freie und verhindern, dass Feuchtigkeit in Wände oder Möbel eindringt.

Wie beim Autofahren gilt im übertragenen Sinne auch beim Heizen: lieber konstant rund um die 100 km/h, statt ein ständiger Wechsel zwischen Vollgas und Vollbremsung. Stehen Heizkörper oder Thermostat konstant auf mittlerer Stufe, sorgt dies für eine gleichmäßige Temperatur, verhindert das Auskühlen der Wände und erzeugt eine „gesunde“ Luftfeuchtigkeit. Vollständig ausschalten sollte man die Heizung minutenweise nur zum Lüften. Die Faustregel lautet: Heizung (rechtzeitig) aus, Fenster auf – und umgekehrt.

Drehen Sie die Heizung rechtzeitig herunter beziehungsweise schalten sie diese aus. Ein praktisches Beispiel: Sobald die Heizung nach dem Herunter- oder Abdrehen in den sogenannten Nachbetrieb wechselt, sind die Heizflächen noch warm und geben für weitere 30-60 Minuten Energie ab. Planen Sie diese Zeitspanne beim Einstellen der Thermostate ein, zum Beispiel vor dem Schlafengehen oder vor dem Lüften.

Über Nacht oder bei längerer Abwesenheit sollten Sie die Raum - temperatur verringern – weder Möbel noch sonstige Gegenstände brauchen 20 °C oder mehr. Bereits ein Grad weniger kann bis zu sechs Prozent Heizenergie sparen. Aber Vorsicht: Um Feuchteschäden und Schimmelbildung zu vermeiden, ist eine Mindesttemperatur von 16 bis 17 °C notwendig.

Tipps zum Lüften – auch das spart Energie!

Lüften bei gekippten Fenstern ist nichts anderes zusätzlicher Energieverbrauch. Zum einen kann die Luft nicht richtig zirkulieren, zum anderen kämpft die Heizung dauerhaft gegen kalte Luft von draußen an. Deutlich effizienter ist es, die Fenster mehrmals am Tag zum Stoßlüften ganz zu öffnen, am besten mehrere gleichzeitig. Die Faustregel lautet: Bei Frost reichen fünf Minuten Lüften, in der Übergangszeit zehn bis 15 Minuten.

Nicht jeder Raum ist gleich – das macht unterschiedliches Lüften sinnvoll. Im Schlafzimmer beispielsweise ist es sinnvoll, vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen zu lüften. So wird verhindert, dass sich die beim Schlafen freigewordene Feuchte dauerhaft in die Wände und Möbel einspeichert. Zudem können Sie bei frischer Luft einschlafen.

In der Küche und im Badezimmer ist das Lüften direkt nach der Nutzung sinnvoll. So lüften Sie beim Kochen und Duschen entstandene größere Mengen von Wasserdampf sofort ins Freie und verhindern so, dass Feuchtigkeit in Wände oder Möbel eindringt.

Tipps zum Storm sparen

Achten Sie bewusst darauf, ob und wo das Licht gerade brennen muss oder ob Sie das laufende Elektrogerät aktuell benötigen. Bei längerer Abwesenheit immer daran denken, das Licht auszuschalten.

Lassen Sie Fernseher und andere Elektrogeräte nach der Nutzung nicht im Standby-Modus laufen, sondern schalten Sie sie ganz aus. Ladegeräte können auch dann Strom verbrauchen, wenn sie in der Steckdose stecken, aber kein Gerät angeschlossen ist. Tipp: Steckerleisten, die über einen Ausschalter verfügen.

Den Stromverbrauch Ihrer Geräte können Sie mit einem Strommessgerät ganz einfach prüfen. Bei der Verbraucherzentrale in NRW können Sie solche Messgeräte kostenlos ausgeliehen werden kann. Vergleichen Sie den gemessenen Verbrauch Ihres Haushaltsgeräts mit einem neuen Modell im Handel.

Die Waschmaschine oder der Kühlschrank sind defekt oder sollen zeitnah ersetzt werden? Dann lohnt sich beim Neukauf ein genauer Blick auf die Energieeffizienzklasse des Wunschnachfolgers. Je besser die Klasse, desto geringer der Energieverbrauch – auch das spart mittel- und langfristig Geld.

Allgemeine Haushaltstipps zum Energie- und Wassersparen

Wer weniger als fünf Minuten duscht, verbraucht nur ein Drittel der Wassermenge eines Vollbades. Auch die Wassertemperatur etwas zu reduzieren und warm statt heiß zu duschen hilft – genauso, wie beim Einseifen das Wasser abzustellen.

Einen wassersparender Duschkopf kostet nicht viel. Zudem kann er selbst montiert werden und senkt den Verbrauch um bis zu 30 Prozent, ohne den Komfort zu beeinträchtigen. Selbst ohne neuen Duschkopf lässt sich Wasser sparen, indem die Duschzeit verkürzt wird. Rund fünf Minuten reichen aus – dieses Zeitfenster wird auch im Hinblick auf die Gesundheit unserer Haut von Dermatologen empfohlen.

Aus Gewohnheit verwenden wir häufig warmes oder heißes Wasser, obwohl es gar nicht nötig ist. Obst und Gemüse einfach kalt abwaschen, das reicht in der Regel aus. Auch Hände werden mit kaltem Wasser sauber, wenn dabei Seife benutzt wird.

Halten Sie die Türen von Kühl- und Gefrierschrank nicht zu lange geöffnet. Oftmals ist auch der Kühlschrank zu kalt eingestellt, durchschnittlich auf 5,8 Grad. Das muss nicht sein, denn schon sieben Grad reichen aus, um Lebensmittel und Getränke verlässlich zu kühlen. Ähnliches gilt für das Gefrierfach – hier sind minus 18 Grad vollkommen ausreichend. 

Backen mit Umluft spart etwa 15 Prozent Energie im Vergleich zu Ober- und Unterhitze. Verzichten Sie beim Abwasch aufs Vorspülen. Das spart keine Energie, aber Wasser. Es ist generell besser, die Maschine zu nutzen als von Hand abzuwaschen. Das spart bis zu 50 Prozent an Energie und 30 Prozent an Wasser.

Nicht jede Heizung und jeder Anbieter sind gleich

In der Praxis mag nicht jeder Tipp in jedem Haushalt wie beschrieben umsetzbar sein. Das gilt besonders beim Heizen, und zwar aus einem einfachen Grund: Nicht jede Heizung ist gleich. Je nachdem, in welcher Stadt oder in welchem Haus Sie leben, beziehen Sie die Heizenergie im Falle einer Gasheizung entweder über eine Zentral- oder eine Etagenheizung. Zudem beziehen Sie ihre Heizenergie je nach Anlage gar nicht über VIVAWEST, sondern über einen externen Anbieter.

Zudem gibt es je nach Bauart Unterschiede in der Handhabung. So werden Gasetagenheizungen meist über ein zentrales Raumthermostat im sogenannten Referenzraum – in der Regel das Wohnzimmer – gesteuert. Die Steuerung der Heizungsanlage und Thermostate bei einer Zentralheizung funktioniert dagegen anders. Auch das Entlüften oder die Vorlauf- und Abschaltzeiten unterscheiden sich je nach Heizungstyp. Genau deshalb werden sämtliche Mieter von Wohnungen mit Einzelheizungen werden von uns gesondert angeschrieben und erhalten dabei gesonderte Informationen zum weiteren Vorgehen über die Spartipps hinaus, da diese für sie nur teilweise anwendbar sind.

Auswirkungen der Preisentwicklungen in Stufen spürbar

Die tatsächlichen Auswirkungen bei der Heizenergie werden voraussichtlich ab Herbst 2022 spürbar werden. Einerseits tritt ab Oktober 2022 die von der Bundesregierung beschlossene staatliche Gas-Umlage in Kraft, die für eine vierköpfige Familie bei einem Verbrauch von rund 20.000 Kilowattstunden etwa 500 Euro Mehrkosten pro Jahr ausmacht. Hinzu kommen die Preissteigerungen bei Heizung und Strom. Als Mieter von VIVAWEST spüren Sie diese Umlage ab dem Jahr 2023, da wir die Kosten rückwirkend abrechnen. Im Zuge der jährlichen Heizkostenabrechnung werden die Vorauszahlungen der Preisentwicklung und der Preiskalkulation auf dem Energiemärkten angepasst und nach der Erhöhung aus dem Mai 2022 erneut ansteigen. Bei Gasheizungen werden die Vorauszahlungen voraussichtlich bereits mit dem Jahreswechsel, also zum 01.01.2023, angepasst. Noch gravierender wird es somit 2024 sein, wenn das Jahr 2023 abgerechnet wird, in dem die erhöhten Preise dann vollumfänglich gezahlt werden müssen.

Härtefälle melden und gemeinsam Lösungen finden

Doch selbstverständlich lässt VIVAWEST Sie nicht allein. Grundsätzlich gilt: Wir prüfen jeden Einzelfall und jede Situation unserer Mieter. Sollte es durch die steigenden Kosten zu Härtefällen kommen, bitten wir Sie darum, uns so frühzeitig wie möglich zu informieren. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an den auf Ihrer Heizkostenabrechnung genannten Ansprechpartner. Gemeinschaftlich können wir Lösungsoptionen wie beispielsweise Ratenzahlungen besprechen. Darüber hinaus können Sie sich bei weiteren Fragen gern jederzeit an unsere Kundenberatung unter kundenberatung@vivawest.de wenden. Auch wenn Mieter unabhängig von der aktuellen Energiekrise Schwierigkeiten haben, ihre Nebenkostenabrechnung zu begleichen, schauen wir uns jeden Fall individuell an und versuchen, gemeinsam mit dem Kunden eine individuelle Lösung zu finden.

Jeder Beitrag zählt

Unabhängig davon hat die Bundesregierung klar formuliert, dass auch von privaten Verbrauchern im Fall einer Gasmangellage erwartet wird, einen Anteil zur Energieeinsparung zu leisten. In Zeiten der Energieknappheit hilft somit nur eines: Wir alle müssen dabei helfen, jetzt (Heiz)­ Energie einzusparen.

VIVAWEST hat damit längst begonnen. Bereits im Sommer haben wir dort, wo es möglich und ein relevanter Einspareffekt zu erwarten war, auf eigene Kosten die Gaszentralheizungen abgeschaltet. Diese werden ab Mitte September wieder „hochgefahren“. An dieser Stelle bitten wir um Verständnis dafür, dass die Wiederinbetriebnahme der Anlagen einige Tage Anspruch nimmt. Informationen dazu finden Sie im Kundenportal oder auf der Webseite von VIVAWEST – diese werden fortlaufend aktualisiert.

Auch für den kommenden Winter werden wir jegliche technischen Maßnahmen ergreifen, die im rechtlichen Rahmen möglich und sinnvoll sind. Hier sind wir auf die gesetzlichen Vorgaben der Bundesregierung angewiesen. Da diese Rahmenbedingungen aktuell noch nicht feststehen, halten wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden und werden unsere Kunden schnellstmöglich darüber informieren.

Wir sind zuversichtlich, dass es uns mit Ihrer Eigeninitiative und Ihrem Verständnis für die derzeitige Situation gelingen wird, täglich Energie einzusparen – und somit die Energiekrise gemeinsam bestmöglich zu überstehen und die zu erwartenden Nachzahlungen moderat zu gestalten.

Einfach selber machen

Weitere nützliche Tipps der VIVAWEST-Profis rund ums Heimwerken finden Sie in unserer Serie „Einfach selber machen“.

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