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Wir im Quartier

„Fußball ist immer gut“

Er kennt die Kids. Und die Kids kennen ihn. Metin Yilmaz aus Dortmund trainiert den Fußballnachwuchs. Und ist im VIVAWEST-Quartier an der Heinrich-Wenke-Straße seit drei Jahren Bolzplatz-Pate. Der Platz ist ein beliebter Treff für fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche. Hier sind alle willkommen.

Im Hintergrund auf der Steinmauer leuchten bunte, kunstvolle Graffitis. Davor auf dem Kunstrasen wird an diesem Samstagnachmittag kräftig trainiert. Anfeuernde Stimmen der spielenden Kids schallen von einem Tor zum anderen. Das Spiel mit dem Ball ist ihr Ding, sie geben sich Mühe und haben Spaß. Im Hintergrund dröhnen die Bässe -  irgendein aktuell angesagter Song. Denn Musik fehlt hier meist auch nicht, die wird von den Kickern mitgebracht. An diesem Tag sind fünf Jungs im Alter von 14 bis 17 Jahren auf dem städtischen Bolzplatz „Unionstraße“ in Dortmund, um zusammen zu spielen. Der Borsigplatz ist ganz in der Nähe, Fans vom BVB sind sie alle. Fußball liegt hier eben in der Luft!

„Mein Sohn spielt hier auch.“

Metin Yilmaz lehnt gelassen am Spielfeldrand und sieht ihnen zu. Er kennt sie alle mit Namen. Und wenn sie ihn sehen, grüßen sie freundlich. „Das sind fast alles Kinder aus der Nachbarschaft“, erklärt er. „Die kenne ich von klein auf.“ Seit 23 Jahren lebt der 47-Jährige, der von Beruf Kranfahrer ist, im heutigen VIVAWEST-Quartier und schätzt die gute Nachbarschaft. 1983 kam er im Alter von 11 Jahren aus der Türkei mit seinen Eltern nach Dortmund – und ist auf der Heinrich-Wenke-Straße geblieben. Dort wohnt er mit seiner Frau. Seine Tochter ist 25 und sein Sohn 13 Jahre alt. „Der spielt natürlich auch Fußball“, lacht Metin Yilmaz. „Und er wird von mir trainiert, ich bin ja auch Trainer beim Eintracht Dorstfeld. Einige der Kinder sind im Verein. Wenn ich sehe, dass jemand Spaß, ein gutes Ballgefühl und Talent hat, wird er von mir gefördert. Dann spreche ich auch gerne mit den Eltern und setze mich ein.“

Den Nachwuchs entdeckt Metin Yilmaz manchmal auch auf dem Bolzplatz – den gibt es, so lange er zurückdenken kann. „Nur nicht so schön! Das war früher ein Ascheplatz. Wenn es dann geregnet hat, waren überall Pfützen und Matsch, dann konnte man darauf kaum spielen.“ Vor drei Jahren wurde der Bolzplatz im Rahmen des Programms „Stadtumbau Rheinische Straße“ mit Projektmitteln der Stadterneuerung und des Jugendamtes Dortmund erneuert und umgestaltet. Seit Oktober 2017 haben die Kinder und Jugendlichen hier an jedem Tag in der Woche die Möglichkeit, den Platz, der zwischen Unionstraße und Heinrich-Wenke-Straße liegt, ausgiebig zu nutzen. Und der sieht heute modern und ordentlich aus – dank Kunstrasenbelags und neuen Bolzplatztoren. Die farbenfrohe Gestaltung der Wand- und Mauerflächen erfolgte in Zusammenarbeit mit den beteiligten Jugendlichen und dem Urbanisten e.V. – all das kommt bei den Kindern und Jugendlichen gut an.

„Die Nutzung ist täglich bis 21 Uhr möglich“, erklärt Metin Yilmaz. Der VIVAWEST-Mieter ist seitdem Bolzplatzpate – er schließt die Türen täglich pünktlich an jedem Abend ab und am nächsten Morgen wieder auf, damit auch alles so ordentlich bleibt. Das alles geschieht in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Dortmund, hier dem Büro für Kinder- und Jugendinteressen, welches auch die Betreuung von Spielplatzpaten für die städtischen Spiel- und Bolzplätze übernimmt.

Bolzplatzpate – eine Aufgabe, die Metin Yilmaz gerne übernimmt. „Einer muss es ja machen“, lacht er wieder. „Und für die Kinder da sein! Denn wenn es niemand macht, dann sind sie alleine auf sich gestellt – und machen in ihrer Freizeit noch irgendeinen Blödsinn, lernen die falschen Freunde kennen, kommen mit Drogen in Kontakt. Sport ist dagegen immer gut!“ 

Das Angebot wird gerne angenommen

Das findet auch der fußballbegeisterte Tugra, 16 Jahre, der jetzt schon seit drei Jahren regelmäßig auf den Bolzplatz an der Heinrich-Wenke-Straße kommt: „Wir treffen uns hier mit den anderen Jungs in unserer Freizeit, spielen zusammen Fußball, meistens in der Woche, aber oft auch am Wochenende. Dann sind wir schon drei bis fünf Stunden hier. Das macht Spaß. Und Herr Yilmaz macht seine Sache sehr gut!“

Das Angebot wird von vielen gerne angenommen. 20 bis 30 Kinder und Jugendliche nutzen den Platz regelmäßig, die meisten davon aus dem VIVAWEST-Quartier. Und das in allen Altersgruppen von 4 bis 25 Jahren – überwiegend sind es Jungs, aber auch einige Mädchen sind dabei, die gerne in der Mannschaft Fußball spielen. Wo liegen für Metin Yilmaz, der hier auch Ansprechpartner für die Kids aus der Nachbarschaft ist, die Herausforderungen? „Es gibt natürlich manchmal Querelen, wer wann wie lange spielen darf“, erzählt er. „Dann klingeln die Kleineren auch schon mal bei mir an und beschweren sich über die Älteren. Wenn es solche Probleme gibt, dann schlichte ich und kläre ab, wie die Spielzeit gerecht verteilt wird. Manchmal teilen sie sich auch friedlich den Platz, es gibt immer Möglichkeiten.“

Probleme und Streit sind selten, aber natürlich sind auch manchmal Streitsuchende dabei. „Da muss man sich schon Respekt verschaffen“, so Metin Yilmaz, der genau diesen auch freundlich aber bestimmt ausstrahlt. „Und Störenfriede verweise ich konsequent vom Platz. Da wird nicht lange gewartet – sonst funktioniert es nicht!“.

Mit Freundlichkeit und Geduld

Claudia Peter, die Ehrenamtsbeauftragte von VIVAWEST, freut sich sehr über das Engagement von Mieter Metin Yilmaz: „Er macht da wirklich einen tollen Job – Bolzplätze sind schließlich wichtige Treffpunkte für die Kinder und Jugendlichen bei uns in den Quartieren. Dort wird Fußball als kostenlose und flexible Freizeitbeschäftigung angeboten. Das ist nicht zu unterschätzen.“ Weitere Bolzplatz-Paten sind deshalb herzlich willkommen und werden von der Vivawest Stiftung mit Trainerscheinen und Sporthelferscheinen gerne unterstützt.

Die Aufgabe des Bolzplatz-Paten findet Metin Yilmaz nicht aufwendig. „Das ist wirklich keine Riesenarbeit. Was man braucht, ist Freundlichkeit und Geduld!“ Einige Wünsche und Anregungen für den Bolzplatz hat er auch noch: „Licht im Winter, wenn es früh dunkel wird, wäre nicht schlecht. Oder ein Wasseranschluss – in dem heißen Sommer habe ich den Kindern oft Wasserflaschen aufgefüllt, wenn sie nichts mehr zu trinken hatten. Und vielleicht auch ein Unterstand, damit man Taschen und Jacken bei Regen trocken lagern kann.“ Er lacht wieder. „Verbesserungsmöglichkeiten gibt es ja immer!“

Derweil kicken die Kids auf dem Platz ungestört weiter, während Bolzplatz-Pate Metin Yilmaz sich auf den Weg in die nahe Wohnung macht. Gleich spielt der BVB. Das will er nicht verpassen.

Im Überblick einige Infos zu den möglichen Aufgaben des Bolzplatz-Paten:

  • Übernahme von Verantwortung für den „Bolzer“ durch den Ehrenamtlichen
  • Tägliches Auf- und Abschließen des Platzes (Spielverbot ab 21:00 Uhr)
  • Vermittlung bei Konflikten mit Anwohnern und Führung von Schlichtungsgesprächen mit den Kindern untereinander (Altersgruppenkonflikte: wer darf auf den Platz?)
  • Sauberhaltung der Spielfläche
  • Ansprechpartner für Bewohner, VIVAWEST-Mitarbeiter und andere Akteure vor Ort
  • Übernahme oder Beteiligung an den Kosten durch die Vivawest Stiftung, wenn ein Pate den kleinen Trainerschein und/oder den Sporthelferschein machen möchte

Ansprechpartnerin

Claudia Peter
Ehrenamtsbeauftragte
Telefon 0209 380-11238
Telefax 0209 380-2911238
Mobil 0172 8465955
Claudia.Peter(at)vivawest.de

 

Der Bolzplatz unterliegt der Zuständigkeit des Jugendamtes - hier bitte bei Interesse an einer Patenschaft beim Büro für Kinder- und Jugendinteressen melden.
Tel. 0231/5023742.

Mehr Infos auch bei der Stadt Dortmund unter www.dortmund.de/kinderinteressen

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