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Wir im Quartier

Grau raus – bunt rein

Es hat sich viel geändert im Gestfeld in Kamp-Lintfort. Die Mieter Erwin Tomalla und Katharina Schell beschreiben beim Spaziergang durch ihr Quartier, wie es sich hier leben lässt

Früher haben wir noch mit Kohlen geheizt“, erzählt Erwin Tomalla und zeigt hinauf zu seiner Wohnung in der Lessingstraße in Kamp-Lintfort. „Aber das ist natürlich schon lange her …“ Der 74-jährige Rentner, der damals im ehemaligen Bergwerk Friedrich Heinrich auf der Schachtanlage beschäftigt war, zog im Juni 1966 mit seiner Frau und dem gerade geborenen Kind in das Gestfeld. „Das war ja eine ehemalige Siedlung für Bergleute, wenn auch eine relativ junge. Die meisten der Häuser wurden Anfang der 60er-Jahre gebaut.“ Und genauso lange wohnen auch schon einige der Mieter hier, das merkt man schnell. Während Erwin Tomalla erzählt, unterbricht er immer wieder, um vorbeilaufende Nachbarn zu grüßen. „Morgen, Arthur … Morgen, Dieter.“ Flapsig trockene Sprüche werden munter ausgetauscht. Beispiel: „Wo ist denn deine Frau?“ – „Habe ich verkauft!“ Man kennt sich gut, und der alte Bergarbeiterhumor existiert noch zwischen den modernisierten Fassaden. 

Mehr Wohnkomfort durch Modernisierung

Ein Nostalgiker ist Erwin Tomalla allerdings nicht – schon gar nicht, was den Wohnkomfort der Häuser betrifft. „Ich war schon froh, als wir zunächst von Kohle auf Nachtspeicherbetrieb umstellten“, meint er. Auch freute er sich, dass er vor einigen Jahren zwei Etagen tiefer ziehen konnte. „Zu Anfang haben wir ganz oben gewohnt, mit Frau und Tochter. Die ist hier aufgewachsen und zur Schule gegangen.“ Inzwischen ist die Tochter längst ausgezogen, heute bewohnt er die 63 Quadratmeter plus Balkon allein mit seiner Frau. „Und als dann VIVAWEST zwischen 2012 und 2015 das Viertel sanierte, freute ich mich über die Fernwärme.“ Die ist deutlich komfortabler und energiesparender. Wie einiges andere auch, was die umfangreiche Modernisierung im Bereich Fritz-Reuter-Weg, Rundstraße, Theodor-Storm-Straße und eben auch der Lessingstraße gebracht hat. Denn neben Fernwärme, Fassadendämmung und neuen Fenstern wurden damals auch die Badezimmer erneuert. Daran erinnert sich auch Katharina Schell noch gut. Sie wohnt einige Meter weiter in der Rundstraße. Beim gemeinsamen Spaziergang durch das Quartier lachen die beiden heute über zurückliegende Strapazen, wenn sie an die Dusch- und Toilettencontainer draußen auf der Straße denken – man wohnte ja während der Modernisierung weiter in den Häusern.

Viel Grün und schön ruhig

„Das war anstrengend, aber es hat sich gelohnt“, meint die 59-Jährige, die 2011 in die Rundstraße zog. „Die Häuser vorher waren schon sehr grau. Jetzt ist alles viel freundlicher, wirkt ganz anders.“ Katharina Schell kommt von weit her, sie und ihr Mann stammen aus dem Ural. „Das ist nah bei Sibirien – hier ist es wärmer.“ Auch ihre drei Kinder sind längst erwachsen, wohnen aber alle ganz in der Nähe und kommen sie und ihren Mann mit den Enkelkindern oft besuchen. Sie zeigt den nahen, ebenfalls modernisierten Spielplatz an der Lessingstraße. „Es wohnen ja heute auch viele junge Familien mit ihren Kindern hier, nicht nur die Älteren. Und da sind der Spielplatz hier und auch der an der nahen Schule schön.“ Gut findet Katharina Schell neben ihren netten Nachbarn auch die vielen großen Grünflächen in der Siedlung. „Das ist hier so ruhig, so schön sauber und da sind auch nicht so viele Autos.“

Neue Garagen

Erwin Tomalla hingegen findet, es sind immer noch Autos genug. Er ist jedenfalls froh, endlich eine der begehrten Garagen ergattert zu haben. Manche wurden durch neue, größere ersetzt. Auf sein Auto möchte der Rentner nicht verzichten – das braucht er, auch zum Einkaufen. „Das ist eines der wenigen Mankos hier – uns fehlt ein Supermarkt“, sagt er. „Bäcker, Trinkhalle und Getränkeshop sind da.“ Auch Ärzte seien in der Nähe, aber für den größeren Einkauf müsse man ein Stück fahren. Dennoch – wegziehen aus dem Gestfeld würde er auf keinen Fall. Er schätzt die Lebensqualität hier und hat dann auch dafür einen Spruch parat: „Mich tragen sie hier mit den Füßen zuerst raus.“

Gestfeld modern

Das Quartier Gestfeld wurde zwischen 2012 und 2015 in mehreren Etappen saniert. Dabei brachte VIVAWEST die Gebäude aus den Baujahren 1961 bis 1966 energetisch und optisch auf Vordermann. 321 der zwei- bis viergeschossigen Gebäude sind dabei in hellen Farben gestrichen, Fenster mit Dreifachverglasung eingebaut, Balkone vergrößert und modernisiert worden. Einige Erdgeschosswohnungen an der Lessingstraße erhielten Terrassen mit einem kleinen Stück Rasen. Insgesamt hat VIVAWEST bislang 12 Millionen Euro in das Quartier investiert. Heute leben hier sowohl junge Familien und Paare als auch ältere Menschen.

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