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Wir im Quartier

Moderne Siedlung mit Tradition

Spaziergang durch das VIVAWEST-Quartier Welheimer Mark in Bottrop. Friseurmeisterin Petra Konieczny wuchs hier auf – und kehrte mit eigenem Salon zurück an den Ort ihrer Kindheit.

So richtig weg aus Welheim war sie eigentlich nie, aber einige Jahre arbeitete Petra Konieczny nach ihrer Lehre dann doch in der Stadtmitte von Bottrop. „Ich bin ein waschechtes Welheimer Mark-Kind“, erzählt die 57-Jährige gut gelaunt. „Und es war wirklich eine glückliche Fügung, als vor ein paar Jahren das Ladenlokal hier zu vermieten war. Da habe ich nicht lange gezögert.“

Glückliche Fügung

Vor 13 Jahren hat sie das im Speckenbruch gelegene Ladenlokal gemietet, das heute zum Bestand von VIVAWEST gehört. Ihr charmant eingerichteter Friseursalon ist mittlerweile weit mehr als nur ein Ort, an dem man sich die Haare schneiden lässt. Sie lacht. „Ich bin auch inoffizielle Postannahmestelle, Infobüro und natürlich gute Zuhörerin und Seelentrösterin – aber das gehört zu meinem Handwerk. Und wenn man hier geboren wurde, dann kennt man natürlich auch fast alle Leute, die hier leben. Mein jüngster Kunde ist drei Monate, die älteste Kundin 107 Jahre!“ Als glückliche Fügung sieht die Friseurin ihre Rückkehr in die Welheimer Mark schon deshalb, weil ihre berufliche Laufbahn genau in diesen Räumen begann. „Das war ja auch damals schon ein Friseursalon.“ Noch während der Schulzeit machte sie in den 1970er Jahren hier ein Praktikum, schließlich auch ihre Ausbildung und den Meisterbrief. Seitdem hat sich einiges geändert.

Beim Spaziergang durch ihr Quartier erzählt Petra Konieczny, wie es früher aussah und was alles noch so ist wie immer. Der Weg führt zunächst zur Feuerwerkerstraße, in der sie gemeinsam mit zwei jüngeren Geschwistern aufwuchs. „Mein Vater, der leider früh verstarb, war auf der Zechenbahn, und das waren ja hier alles Zechenhäuser – heute begehrtes Wohneigentum.“ Sie weist auf die gegenüberliegenden Wohnhäuser von VIVAWEST hin und die dazugehörigen Grünanlagen. „Dort auf den Wiesen konnten wir als Kinder damals noch zwischen den Häusern herumlaufen. Das ist heute anders.“ Nach der Sanierung vor einigen Jahren gehören zu den Wohnungen nun nicht nur Balkone, sondern die Einheiten im Parterre besitzen auch eine eigene Terrasse. Statt offener Wiesen gibt es nun Privatsphäre für die hiesigen Mieter. Aber das ist nicht die einzige Veränderung.

Modernisierung und Ausbau

Eine Siedlung im Wandel – auch das ist die Welheimer Mark. Am Stadtrand Bottrops und an der Grenze zu Essen wurde sie von 1914 bis 1923 für Bergleute der Schachtanlage 1/2 der „Zeche Vereinigte Welheim“ errichtet und in den 1950er-Jahren um einige Mehrfamilienhäuser mit teils nur 40 bis 60 Quadratmeter großen Wohnungen erweitert. In den vergangenen Jahren ist dann viel unternommen worden, um hier zukunftsfähiges Wohnen zu ermöglichen. In Kooperation mit der Stadt Bottrop ist der Wohnungsbestand teils modernisiert, teils um- und ausgebaut worden. Einige Häuser wurden abgerissen, einige komplett neu gebaut. So auch die neben dem Pfarrgelände St. Antonius im Zentrum der Siedlung gelegenen 30 barrierefreien Wohnungen von VIVAWEST. Sie ermöglichen in ihrer Mobilität eingeschränkten Mietern den Verbleib im Quartier. „Es gibt hier ja sehr viele ältere Menschen, ich kenne sie fast alle“, sagt Petra Konieczny. „Manchmal gehe ich auch zu ihnen nach Hause, um ihre Haare zu schneiden, oder hole sie ab – da bin ich froh, dass ich ihnen über eine mobile Rampe Zugang zu meinem Salon bieten kann.“

Zuzug junger Familien

Was sich nach ihrer Meinung zudem positiv geändert hat, ist in jüngerer Zeit der Zuzug junger Familien in die Welheimer Mark. „Das bringt frischen Wind in unser Quartier. Ein Miteinander der Generationen ist doch wünschenswert, und da freue ich mich auch über die vielen neuen Kinder, die wieder hier wohnen.“ Gut also, dass es auch noch den nahen Kindergarten und die Grundschule Welheimer Mark gibt, die schon die Friseurmeisterin besuchte. „Das ist alles noch wie immer“, lacht sie beim Vorbeispazieren. Ein weiteres Relikt aus ihren Kindertagen steht dort, wo es immer stand – und zwar am Döckelhorst. Von hier sieht man die alte Zentralkokerei Prosper, die seit mehr als 90 Jahren unter Dampf steht – mehr Ruhrgebiet geht kaum. Nicht umsonst gehört die Siedlung zur Route der Industriekultur. „Nee, ich meine nicht die Kokerei, sondern den alten Brunnen“, lacht Petra Konieczny. Und schnell wird klar, wie viel dörflichen Charakter die Welheimer Mark besitzt. Denn der Brunnen erinnert an eine Tradition. So traten nach altem Brauch im 17. und 18. Jahrhundert die Essener Sebastianschützen am „gude Middewecken“, dem Mittwoch nach Pfingsten, die „Welmer (Welheimer) Reise“ über die Emscher an. Worum es ging? Auch um ausschweifenden Ess- und Trinkgenuss – und darum, wer danach die Zeche zahlt.

Quartier Welheimer Mark

Zum Bestand des VIVAWEST-Quartiers Welheimer Mark in Bottrop gehören aktuell 286 Wohnungen mit insgesamt 539 Mietern. Es gibt zudem drei Gewerbeeinheiten – eine Arztpraxis, einen Friseur und eine Pizzeria. Die Häuser sind in den 1950er-Jahren entstanden und von 2004 bis 2006 umfassend modernisiert worden. Der Innenbereich der Siedlung wird nach Fertigstellung der Kanalsanierungsarbeiten durch Pflastersteine neuen Charme erhalten. In der Mitte des Quartiers gibt es eine katholische Kirche und einen Kindergarten. Ein wechselndes Programm für die jungen Bewohner bietet der Kinderkeller des KoT St. Antonius an. In Kooperation mit der Kirchengemeinde organisiert VIVAWEST jährlich eine einwöchige Ferienbetreuung für Mieterkinder. 

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