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Wir im Quartier

„Vielleicht vermittele ich so die Liebe zum Lesen.“

Es gibt viele Möglichkeiten, sich bei VIVAWEST ehrenamtlich zu engagieren – zum Beispiel als Vorlesepatin. Die Studentin Kübra Yilmaz aus Gelsenkirchen liest seit rund einem Jahr im Kindergarten am Brößweg den Kleinsten vor. Eine gute Geschichte für beide.

„Da kommt die Vorlesepatin … Da kommt Kübra …“  Die junge Frau freut sich, wenn ihr die Kleinen auf dem Flur schon entgegenlaufen, einige ihren Namen rufen. Kübra Yilmaz ist ihnen mittlerweile vertraut, seit rund einem Jahr kommt die 25-jährige BWL-Studentin in die städtische Tageseinrichtung und Familienzentrum am Brößweg in Gelsenkirchen-Buer. Jeden Montag, immer von 10 bis 11 Uhr, liest sie hier aus Büchern mit tollen Bildern vor, die in der Kindergartenbibliothek zahlreich und zu unterschiedlichsten Themen vorhanden sind.

Über Tiere. Über die Natur und die Jahreszeiten. Über das Leben, Spielen und Freunde finden im Kindergarten. Und natürlich über Abenteurer. Einfach über alles. Denn Bücher eröffnen neue Welten, in ihnen stehen spannende Geschichten – und wer sie gut vorlesen kann, der gewinnt die Aufmerksamkeit der Kinder. Genau das erreicht Kübra Yilmaz hier mit viel Engagement und Spaß an der Sache. Es geht um das Erzählen und das Zuhören.

„Ich selbst liebe Bücher, mein Bücherregal zu Hause nimmt den schönsten Platz ein“, so die Studentin. „Schon in meiner eigenen Kindheit durfte ich mir meist eines aussuchen, wenn ich mit meinem Vater in die Stadt ging. Und auch, wenn bei uns zu Hause eher selten vorgelesen wurde, kann ich mich noch gut daran erinnern, dass ich ohne die Geschichten auf meinen Kassetten oder meine Hörspiele kaum einschlafen konnte.“

Vorlesen im Kindergarten

Im vergangenen Jahr zog die junge Frau von ihrer Heimatstadt Dortmund in ein VIVAWEST-Quartier in Gelsenkirchen – und wollte sich dort gern ehrenamtlich einbringen. „Aber ich kannte ja meine Nachbarschaft und mein Umfeld hier noch nicht so gut. Deshalb las ich auch über unterschiedliche Möglichkeiten des Engagements auf der VIVAWEST-Website.“ So nahm Kübra Yilmaz dann Kontakt zu Claudia Peter, der VIVAWEST-Ehrenamtsbeauftragten auf, und diese initiierte die Vorlesepatenschaft in einem Kindergarten in der Nachbarschaft, den auch viele Kinder der dort wohnenden VIVAWEST-Mieter besuchen.

„Es gibt viele Möglichkeiten, im Quartier vorzulesen“, erklärt Claudia Peter. „Je nach Wunsch des Paten oder je nach Infrastruktur kann im favorisierten Stadtteil in einem Kindergarten, aber auch in einer Bibliothek, einer Senioreneinrichtung, einem Familienzentrum oder einem Mehrgenerationenhaus vorgelesen werden.“ Hier ermutigt die Ehrenamtsbeauftragte alle, die dazu Lust und Zeit haben, sich vielleicht aber nicht trauen. „Selbstverständlich erhalten die Vorlesepaten von uns die nötige Unterstützung – wir fördern sie beispielsweise durch Seminarangebote zur Gestaltung einer Vorlesestunde. Ebenso bei der Auswahl geeigneter Literatur und dem Einsatz der eigenen Stimme. Und stehen natürlich für alle Fragen rund ums Vorlesen bereit.“

Herausforderung und Freude

Kübra Yilmaz ging von Anfang an sehr selbstbewusst an ihre Aufgabe als Vorlesepatin heran. Denn sie liest seit ihrer eigenen Schulzeit gerne und gut vor und weiß wie sie betont und mit ihrer Stimme spielt. Ebenso, dass sie den Kleinen zwischendurch mal Fragen zur vorgelesenen Geschichte stellt und ihnen auch die schönen Bilder in den Büchern zeigt. Hier freut sich der Kindergarten am Brößweg über den regelmäßigen Einsatz der Vorlesepatin und damit die Unterstützung der pädagogischen Arbeit. Denn die Bücher, aus denen sie vorliest, passen meist zum Thema, das die Kleinen gerade in ihren Gruppen behandeln. „Aktuell etwa die Umwelt, Mülltrennung und welche Tiere im Meer leben und dass Plastik für sie nicht schön ist “, so Kübra Yilmaz. „Außerdem hat mir die Leitung des Kindergartens angeboten, Bücher, die ich selbst gut finde und aus den ich gerne vorlesen möchte, für die Bibliothek zu bestellen.“

Doch natürlich gibt es für Kübra Yilmaz beim Lesen vor Kindern auch Herausforderungen – etwa deren Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum zu halten. „Die Kleinen hier sind zwischen 3 und 5 Jahre alt, und die maximale Konzentrationsfähigkeit liegt bei 15 Minuten“, erzählt die Studentin. Da war es zu Anfang für die Vorlesepatin und die Erzieher/innen der Kita auch ein gemeinsamer Lernprozess, herauszufinden, wie man das Vorlesen bestmöglich organisiert. Gelesen wird jetzt nicht mehr in einer großen Gruppe, sondern höchstens vor 10 Kindern. Und statt der anfangs angedachten halben Stunde eben nur eine Viertelstunde.

„Ich bekomme viel zurück.“

„So passt es viel besser, das ist eine gute Zeitspanne“, meint die Studentin, der ihre Aufgabe auch nach einem Jahr noch viel Freude macht. „Es ist sehr schön, wenn ich den Kindern hier vielleicht etwas mit auf dem Weg geben und ihnen die Liebe zum Lesen und den Büchern vermitteln kann.“ Dafür gibt sie gerne einen Teil ihrer freien Zeit.

„Die Kita liegt in der Nähe meiner Wohnung. Das hat Frau Peter gut organisiert.“ Überhaupt findet Kübra Yilmaz ihr ehrenamtliches Engagement seitens VIVAWEST sehr wertgeschätzt. „Ich bekomme viel zurück. Nicht nur von den Kindern, sondern auch durch Schulungen. Hier nahm ich bereits an einem professionellen Kommunikationstraining teil – das fand ich wirklich spannend und lehrreich.“

Was würde die Studentin anderen Vorlesepaten mit auf den Weg geben? „Geduld!“, lacht Kübra Yilmaz, die vorher nie mit kleinen Kindern gearbeitet hatte, eher mit Schülern, denen sie Nachhilfe gab. „Insbesondere jene, die im Kindergarten vorlesen, müssen sich klar darüber sein, dass es sich um die Kleinsten handelt… Aber es ist auch wunderschön!“

Im Überblick einige Infos zum Profil des Vorlesepaten:

  • Kindern oder Senioren im Quartier vorlesen (Auswahl der Ziel- und Altersgruppe: Kindergarten- / Schulkinder oder Senioren)
  • Je nach Wunsch des Paten oder je nach Infrastruktur kann im favorisierten Stadtteil in einem Kindergarten, einer Bibliothek, einer Senioreneinrichtung, einem Familienzentrum oder einem Mehrgenerationenhaus vorgelesen werden
  • Kontaktaufnahme zur Einrichtung durch die Ehrenamtsbeauftragte.
  • Förderung der Paten durch Seminarangebote zur Gestaltung einer Vorlesestunde, der Auswahl geeigneter Literatur und zum Einsatz der eigenen Stimme sowie für alle Fragen rund ums Vorlesen
  • Der Austausch mit anderen Vorleserinnen und Vorlesern wird empfohlen
  • Organisation von Patentreffen durch die Ehrenamtsbeauftragte
  • Unterstützung des Paten durch Vermittlung einer bestehenden Vorlesestunde eines anderen Paten, zum Beispiel in einem Kindergarten, um den Einstieg in eine regelmäßige Vorlesetätigkeit zu erleichtern
  • Ansprechpartner für Bewohner, Mieter und VIVAWEST-Mitarbeiter
  • Bei der Arbeit mit Kindern wird um ein erweitertes Führungszeugnis gebeten

Ansprechpartnerin

Claudia Peter
Ehrenamtsbeauftragte
Telefon 0209 380-11238
Telefax 0209 380-2911238
Mobil 0172 8465955
Claudia.Peter(at)vivawest.de

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