Pressemitteilung

Schlüsselübergabe für Neubauprojekt in Rheinbach: Von historischer Majolikafabrik zu modernem Wohnraum

Weisenburger übergibt 174 Wohnungen – darunter 24 öffentlich geförderte Appartements für pflegebedürftige Menschen – und eine Tagespflege an VIVAWEST.

Wo einst die Majolikafabrik Jean Fuss & Sohn KG („Marei“) das Gelände prägte, ist seit dem Baubeginn im Herbst 2023 ein neues, lebendiges Quartier entstanden. Die bauliche Umsetzung des Projekts erfolgte durch die weisenburger bau GmbH. Heute übergab Matthias Ryzlewicz, Geschäftsführer der weisenburger bau GmbH, im Beisein von Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel den symbolischen Schlüssel an Sandra Wehrmann, Vorsitzende der VIVAWEST-Geschäftsführung. Mit der Fertigstellung des letzten Bauabschnitts übernimmt das Gelsenkirchner Wohnungsunternehmen alle Wohnungen und Gewerbeeinheiten in den eigenen Bestand.

Vielfältiger Wohnraum und soziale Infrastruktur 

Das neue Majolika-Quartier umfasst elf Mehrfamilienhäuser in vier Gebäudekomplexen. Neben 150 frei finanzierten Wohnungen bietet das Ensemble 24 öffentlich geförderte Seniorenappartements in zwei betreuten Wohngruppen, sowie eine moderne Tagespflegeeinrichtung. Sowohl die Wohngruppen als auch die Tagespflege werden von der Rheinischen Gesellschaft für Diakonie betrieben. Durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Wohnformen entsteht ein nachbarschaftliches Umfeld für Menschen in allen Lebensphasen.

Industriegeschichte im öffentlichen Raum erlebbar 

Um die Geschichte des Standorts im neuen Quartier zu verankern und die Identifikation zu stärken, wurde in Kooperation mit dem Stadtarchiv Rheinbach eine großformatige Bildergalerie an der neu gestalteten Quartierswand realisiert. Anhand eines Zeitstrahls zeichnet sie die bedeutende Phase der industriellen Keramikproduktion in Rheinbach während der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre nach – darunter die Geschichte der Majolikafabrik Jean Fuss & Sohn KG („Marei“), die einst auf dem Areal produzierte.
 
„Mit der Fertigstellung übergeben wir ein zukunftsweisendes Quartier an VIVAWEST, das modernen Wohnkomfort mit gesellschaftlichem Mehrwert verbindet. Es war uns ein besonderes Anliegen, die industrielle Keramiktradition Rheinbachs aufzugreifen, die über Jahrzehnte durch Unternehmen wie Jean Fuss & Sohn KG, Ruscha und Otto Keramik geprägt wurde. Die neu gestaltete Quartierswand schlägt eine sichtbare Brücke zwischen der Geschichte Rheinbachs und einem lebendigen Wohnumfeld für alle Generationen“, erklärt Matthias Ryzlewicz, Geschäftsführer der weisenburger bau GmbH, bei der feierlichen Schlüsselübergabe.

Modernes Wohnen und nachhaltiges Energiekonzept 

Die Grundrisse der schwellenlosen und hochwertig ausgestatteten 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen in den elf Wohngebäuden sprechen mit einer Wohnfläche von rund 59 bis 122 Quadratmetern Singles, Senioren, Paare und Familien an. Sieben Gebäude verfügen über drei Geschosse plus ein zusätzliches Staffelgeschoss. Vier weitere Gebäude bieten Platz für vier Geschosse plus Staffelgeschoss. 

Auch in puncto Klimaschutz setzt das Projekt Maßstäbe: Alle Gebäude wurden im Effizienzhaus-Standard KfW 55 EE realisiert, nutzen moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen und sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Für Mobilität sorgen 167 Tiefgaragenstellplätze, die bereits für den Ausbau mit E-Ladeinfrastruktur vorbereitet sind.


„Mit dem Majolika-Quartier erweitern wir unser wachsendes Portfolio im Rheinland um ein Projekt, auf das wir wirklich stolz sind. Dass wir bereits zur Fertigstellung nahezu alle Wohnungen vermietet haben, freut uns sehr und bestätigt uns in unserer Entscheidung. Mit der Kombination aus freifinanzierten Wohnungen und öffentlich geförderten Wohn- und Gewerbeeinheiten schaffen wir ein Zuhause für Menschen mit unterschiedlichen Wohn- und Lebensbedürfnissen und werden unserem Anspruch als ganzheitlicher Quartiersentwickler gerecht. Mein herzlicher Dank gilt unserem Projektpartner weisenburger bau für die gelungene Umsetzung“, sagte Sandra Wehrmann, Vorsitzende der VIVAWEST-Geschäftsführung.

Auch Rheinbachs Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel lobte das Projekt: „Es ist beeindruckend, wie sich ein Areal, das rund 90 Jahre lang von der Keramikindustrie geprägt war, in ein modernes Wohnviertel verwandelt hat. Das Majolika-Quartier fügt sich harmonisch in die bestehende Wohnbebauung ein und berücksichtigt zugleich wichtige Aspekte des Klimaschutzes. Mit seinen 174 Wohnungen leistet es zudem einen wichtigen Beitrag zu unserem Ziel, bis 2035 rund 2.000 neue Wohneinheiten zu schaffen.“

2026_10_29_PM_Schluesseluebergabe_Neubau_Rheinbach_Majolika_Quartier.pdf

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