„Mit rund 4.200 Wohnungen ist Marl der größte VIVAWEST-Standort im Kreis Recklinghausen. Hier investieren wir bereits seit Jahren in die energetische Bestandsmodernisierung. Heute erweitern wir unsere Aktivitäten und legen den Grundstein für ein Projekt, mit dem wir dringend benötigen, zusätzlichen Wohnraum schaffen und den lokalen Wohnungsmarkt entlasten“, sagte Sandra Wehrmann, Vorsitzende der VIVAWEST-Geschäftsführung. In den kommenden zwei Jahren entsteht ein modernes und nachhaltig ausgestattetes Quartier mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen und Finanzierungsarten. „Für VIVAWEST ist dieses Projekt etwas Besonderes, da wir neben den Wohnungen auch Einfamilienhäuser zur Miete bauen, die zum Teil öffentlich gefördert errichtet werden. Wir bedanken uns bei der Stadt Marl und dem Kreis Recklinghausen für die Unterstützung und die Bereitstellung von Fördermitteln, mit denen wir mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen können“, führte Sandra Wehrmann weiter aus.
Marls Bürgermeister Thomas Terhorst und Dominik Schad, Kreisdirektor für den Kreis Recklinghausen, betonten beim Richtfest die Bedeutung des Neubauvorhabens für die Bürgerinnen und Bürger in Zeiten eines umkämpften Mietmarkts. „Moderner und bezahlbarer Wohnraum ist in unserer Stadt ein zentrales Thema, für das wir uns auf verschiedenen Ebenen aktiv einsetzen. Schließlich fehlen in NRW Hunderttausende bezahlbare Wohnungen. Deshalb haben wir auch in Marl den Bau-Turbo für schnellere und effizientere Bauvorhaben gezündet. Entsprechend freue ich mich, heute beim Startschuss für ein wichtiges Bauprojekt in unserer Stadt dabei sein zu können. Besonders die Einfamilienhäuser werden nach der Fertigstellung Familien, auch mit mittlerem oder geringem Einkommen, ein Zuhause bieten. Dafür vielen Dank an VIVAWEST und die Fördergeber“, erklärte Thomas Terhorst.
„Wohnraum ist ein knappes Gut, die Wohnungssuche für immer mehr Menschen eine große Herausforderung. Mit den öffentlichen Mitteln der Wohnraumförderung möchten wir deshalb den Bau von bezahlbaren Häusern und Wohnungen ankurbeln. Genau das passiert hier und sendet ein wichtiges Signal für die Zukunft“, ergänzte Dominik Schad.
Auf dem rund 18.000 Quadratmeter großen Areal an der Dr. Klausener-Straße laufen die Bauarbeiten an den fünf dreigeschossigen und unterkellerten Mehrfamilienhäusern auf Hochtouren. Die Grundrisse der 51 barrierearmen und hochwertig ausgestatteten 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen sprechen mit Wohnflächen von rund 53 bis 105 Quadratmetern Singles, Senioren, Paare und Familien an. Hinzu kommen die 30 Einfamilienhäuser, die jeweils über fünf Zimmer und 115 Quadratmeter Wohnfläche verfügen. Der Baubeginn dieser Häuser ist für dieses Frühjahr geplant. Sämtliche Gebäude sind hochwertig ausgestattet und werden regenerativ per Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt. Zudem werden auf den Dächern Photovoltaik-Anlagen installiert, sodass Mieter perspektivisch den dort erzeugten Strom nutzen können. Für die PKW der künftigen Mieterinnen und Mieter errichtet VIVAWEST auf dem Grundstück 112 Außenstellplätze und 21 Garagen.
Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist derzeit für Ende 2027, der Erstbezug für Anfang 2028 vorgesehen. Die Vermarktung der Wohnungen und Häuser startet voraussichtlich im vierten Quartal 2027 – erst ab diesem Zeitpunkt erhalten Interessenten weitere Details (Mietpreise, Ausstattungsmerkmale etc.) und können sich aktiv bewerben. Die 16 öffentlich geförderten Einfamilienhäuser zur Miete richten sich an Familien mit mittlerem oder geringem Einkommen. Um dies zu ermöglichen, hat der Landkreis Recklinghausen gut fünf Millionen Euro an Fördergeldern bewilligt.
Das Neubaugrundstück im liegt zentral im VIVAWEST-Quartier „Alt-Hüls, Grüne Mitte“, wo das Gelsenkirchener Wohnungsunternehmen mehr als 500 Wohnungen bewirtschaftet. Geschäfte des täglichen Bedarfs sowie das Stadtteilzentrum Marl-Hüls sind fußläufig erreichbar. Die Autobahnen A52 und A43 sind schnell erreicht und bieten eine sehr gute Anbindung an den Chemiepark Marl und das gesamte Ruhrgebiet sowie das Münsterland.
VIVAWEST bewirtschaftet in Marl derzeit mehr als 4.200 Wohnungen.